Info-Kampagne: Tödlicher Leichtsinn am Bahnübergang

ADAC, BEG und bayerische Eisenbahnen starten Aktion „Zug hat Vorfahrt“ für mehr Sicherheit am Bahnübergang

Meeder. Fast wöchentlich ereignen sich folgenschwere Unfälle an Bahnübergängen, viele davon auch in Bayern wie zuletzt vor wenigen Wochen in Schwarzenbach bei Hof oder in Reckendorf bei Bamberg. Fälle wie diese sind bedauerlicherweise keine Seltenheit. 2020 kam es bayernweit zu über 50 Bahnübergangsunfällen, elf davon mit Todesfolge. Damit sich solche Szenarien nicht wiederholen, startete der ADAC Nordbayern und der ADAC Südbayern gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), DB Sicherheit und den Eisenbahnverkehrsunternehmen Agilis, Bayerische Regiobahn, Go-Ahead und der Länderbahn die bayernweite Informationskampagne „Zug hat Vorfahrt!“

Aktion will das Bewusstsein für Gefahren an Bahnübergängen schärfen
An insgesamt drei Aktionstagen, zuletzt am Freitag in Meeder, erläuterten die Akteure an ausgewählten Bahnübergängen deren sicheres Überqueren, simulierten eine Notsituation und veranschaulichten die möglichen Gefahren. „Fast alle Unfälle an Bahnübergängen sind auf ein Fehlverhalten von Autofahrenden oder Fußgängern zurückzuführen. Durchschnittlich jeder Vierte endet dabei tödlich“, stellt Jürgen Hildebrandt, Leiter des Fachbereichs Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern fest. Hauptursache seien in den meisten Fällen Unkenntnis der Verhaltensregeln, Unaufmerksamkeit und Leichtsinn, so der Experte. Mit der Kampagne wollen die Aktionspartner das Bewusstsein für die Gefahren an Bahnübergängen schärfen und an die Verkehrsteilnehmer zu umsichtigem Verhalten appellieren. „Es passieren immer noch viel zu häufig schwere Unfälle am Bahnübergang. Darauf möchten wir mit der Aktion „Zug hat Vorfahrt!” aufmerksam machen. Jeder Unfall ist einer zu viel. Daher mein Appell an alle Autofahrer: Seien Sie wachsam und beachten Sie die Verkehrsregeln am Bahnübergang“, so Dr. Axel Hennighausen, betrieblich-technischer Geschäftsführer von agilis.

Auf Hinweistafeln achten
Bayernweit gibt es knapp 3300 Bahnübergänge. Jeder Übergang, egal ob mit oder ohne Schranken, wird mittels Verkehrszeichen angekündigt: Weiß-rote Baken weisen in 240 Metern, 160 Metern und 80 Metern Entfernung auf den Übergang hin, unmittelbar vor dem Kreuzungspunkt signalisiert das Andreaskreuz, dass der Schienenverkehr Vorrang hat. Zudem warnen Züge unter anderem mit Pfeifsignalen die Verkehrsteilnehmer an nicht technisch gesicherten Bahnübergängen. Warum Verkehrsteilnehmer trotz rotem Blinklicht oder Warntafeln achtlos Bahnübergänge passieren, erläutert Hildebrandt: „Ursache ist in vielen Fällen Zeitdruck und der Irrglaube, die Situation unter Kontrolle zu haben. Außerdem sinkt das Risikobewusstsein, wenn bei einem wiederholten Fehlverhalten nichts passiert ist“, so der Verkehrsexperte Jürgen Hildebrandt.

Enorm langer Bremsweg
Oft werden die Geschwindigkeit des Zuges und der Bremsweg völlig unterschätzt. „Selbst wenn ein Lokführer eine Schnellbremsung einleitet, benötigt beispielsweise ein 100 km/h schneller Güterzug etwa 1000 Meter bis zum Stillstand“, erklärt Dr. Axel Hennighausen.

Machten mit einem Aktionstag gemeinsam auf die Gefahren und das richtige Verhalten am Bahnübergang aufmerksam: Vertreter von Bundespolizei, ADAC (Jürgen Hildebrandt, 3.v.l.), DB Sicherheit und agilis (Dr. Axel Hennighausen, 4.v.l.).

Um zu verdeutlichen, welche Kräfte bei einem Bahnübergangsunfall wirken, zeigte die Bundespolizei ein echtes Unfallfahrzeug.

Tipps für das richtige Verhalten am Bahnübergang

Um Bahnübergänge sicher zu passieren, geben ADAC und die Bayerische Eisenbahngesellschaft Tipps:

  • Bremsbereit und mit max. 50 km/h auf den Bahnübergang zufahren
  • Niemals überholen!
  • Die Bahnstrecke nach beiden Seiten überblicken
  • Auf akustische Pfeifsignale achten
  • Sofort anhalten, wenn sich am unbeschrankten Übergang ein Zug nähert
  • An beschrankten Übergängen schon bei rotem Blinklicht stehen bleiben, nicht erst dann, wenn sich die Schranken senken
  • Erst weiterfahren, wenn das rote Blinklicht erloschen ist und die Schranken vollständig geöffnet sind

Zuschlag für das Netz Regionalverkehr Oberfranken

agilis verteidigt Bestandsnetz für weitere 12 Jahre

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, vergibt das Netz Regionalverkehr Oberfranken (RVOF) für mindestens weitere 12 Jahre an das Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis. Mit dem Start des neuen Verkehrsvertrages im Dezember 2023 dürfen sich Fahrgäste auf mehr Züge im Abendverkehr und noch bessere Verbindungen freuen, während das Netzgebiet weiterwächst.  

Gute Nachrichten für die Region: Das Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis mit Sitz in Regensburg wird auch weiterhin das Netz Regionalverkehr Oberfranken betreiben. Im Wiedergewinn des Ausschreibungsprojekts stecken viel Arbeit und Herzblut, und zwar nicht nur aus den vergangenen Monaten, weiß Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer von agilis: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von Beginn an in den Bereichen Service und Qualität Außerordentliches geleistet, nicht umsonst sind wir bayerischer Qualitätsführer und Träger des Bayerischen Eisenbahnpreises. Umso mehr freut es uns für die gesamte Belegschaft, dass wir weiterhin die Bahn in der Region bleiben und sogar wachsen dürfen“, sagt Knöbel.

„Über die Jahre hinweg sind wir eng mit unseren Fahrgästen und den Kommunen in Oberfranken und Umgebung zusammengewachsen. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir für weitere zwölf Jahre ein attraktives Fahrplanangebot auf die Schiene bringen dürfen und die Verkehrswende auch im ländlichen Raum mit anschieben können“, zeigt sich Dr. Axel Hennighausen, betrieblich-technischer Geschäftsführer von agilis, überzeugt.

5,4 Millionen Zugkilometer und noch bessere Verbindungen

Künftig reicht das agilis Netz Nord mit Hof – Gutenfürst auch über die bayerische Grenze hinaus bis nach Sachsen und soll sich auf der Strecke Hof – Selb-Plößberg – Aš/Asch – Cheb/Eger in Kooperation mit der Tschechischen Bahn CD auch nach Tschechien ausdehnen. Die Verkehrsleistung steigt dann auf rund 5,4 Millionen Zugkilometer – rund acht Prozent mehr als aktuell. Um die Wartezeit beim Umstieg für Fahrgäste zu minimieren, integriert die BEG den neuen Verkehrsvertrag RVOF in einen flächendeckenden integralen Taktfahrplan für Nordostbayern. Die Verbindungen in der Region werden so noch besser aufeinander abgestimmt.

Außerdem führt die BEG auf mehren Strecken zusätzliche Fahrten gemäß des bayernweit stündlichen Bedienrichtwerts für alle Verkehrstage ein. So werden einige Lücken im Stundentakt gefüllt, zum Beispiel auf der Regionalbahnlinie Coburg – Bad Rodach (Schließen der Taktlücken gegen 9 und 20 Uhr). Auf etlichen Strecken wird zudem der Abendverkehr verbessert, wie auf den Linien Forchheim – Ebermannstadt (Schließen der Taktlücke gegen 21 Uhr), Bamberg – Ebern (Schließen der Taktlücke gegen 22 Uhr) und Coburg – Lichtenfels – Bayreuth (verdichtetes Angebot zwischen 21 und 23 Uhr).

Neue Haltepunkte und Angebotsverbesserungen

Ein Schwerpunkt der Angebotsverbesserung liegt auf der Region Hof. Hier bestellt die BEG mehr Züge, sobald der neue Haltepunkt Hof-Mitte fertiggestellt ist. Dieser wird dann stündlich aus Münchberg, im zweistündigen Wechsel aus Helmbrechts und Neuenmarkt-Wirsberg sowie alle zwei Stunden aus Selb-Stadt angefahren. Sobald der Bau der Wendeanlage abgeschlossen ist, werden auch die Züge aus Richtung Tschechien dort halten. In den nächsten Jahren werden zudem zwei weitere Stationen im Netz Nord in Betrieb gehen: Forchheim-Nord und Bamberg-Süd. Bedienen wird agilis das Netz weiterhin mit modernen Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle RS1. Diese werden über zusätzliche Ausstattung verfügen, zum Beispiel kostenfreies WLAN für alle Fahrgäste und erweiterte Fahrgastinformation.

Sichere Jobs mit Zukunft

Bereits in den kommenden Monaten stockt agilis den Personalbestand massiv auf und setzt seine Qualifizierungsoffensive fort: „Auch für das Netz Nord benötigen wir weitere Triebfahrzeugführer und Servicekräfte – beides attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Jobs mit einer langfristigen Perspektive bis mindestens Ende 2035“, ergänzt Gerhard Knöbel. Sowohl für Triebfahrzeugführer als auch für Servicekräfte im Zug ist ein Quereinstieg in eine sichere Zukunft möglich. Für Interessierte bietet agilis jeden ersten Dienstag im Monat eine offene Bewerbersprechstunde an, die zunächst digital stattfindet. Mehr Informationen unter www.agilis.de/bewerbersprechstunde.

Mehr Informationen und Downloads

Informationen zur Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft

Laufend aktualisierte Informationen zur Betriebsaufnahme auf www.agilis.de sowie auf unseren Social Media Kanälen www.facebook.com/agiliseisenbahn und www.instagram.com/agiliseisenbahn.

Für mindestens 12 weitere Jahre in der Region unterwegs: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) erteilt den Zuschlag für das Netz Regionalverkehr Oberfranken an agilis.
Foto: agilis/Uwe Miethe

Berufsbild mit Perspektive: Für den neuen Verkehrsvertrag benötigt agilis zahlreiche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere Triebfahrzeugführer und Servicekräfte.
Foto: agilis/Patricia Lucas

Vorschau: Bauarbeiten in den agilis Netzen von Oktober bis Dezember 2021

Da kann man nichts machen: Arbeiten an der Infrastruktur sind notwendig. Leider kann es aufgrund von Baustellen an Gleis- oder Stellwerksanlagen sowie Brücken- oder Vegetationsarbeiten zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Dann müssen auch unsere grünen Züge kürzer treten, damit wir nach dem Ende der Bauarbeiten auf der modernisierten Strecke wieder Vollgas geben können. Sehen wir es positiv: Mit jeder Maßnahme verbessert sich die Infrastruktur und somit auch die Zuverlässigkeit Ihrer zukünftigen Zugfahrt.

Hier finden Sie die Vorschau auf alle geplanten Bauarbeiten des 4. Quartals im Streckennetz von agilis.

Detaillierte Informationen sowie die Bus-Ersatzfahrpläne erhalten Sie unmittelbar vor der Baumaßnahme unter www.agilis.de/abweichungen, auf facebook.com/agilisabweichungen oder über unser Servicetelefon unter 0800 589 28 40 (kostenlos).

Vorschau: Bauarbeiten in den agilis Netzen von Juli bis September 2021

Da kann man nichts machen: Arbeiten an der Infrastruktur sind notwendig. Leider kann es aufgrund von Baustellen an Gleis- oder Stellwerksanlagen sowie Brücken- oder Vegetationsarbeiten zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Dann müssen auch unsere grünen Züge kürzer treten, damit wir nach dem Ende der Bauarbeiten auf der modernisierten Strecke wieder Vollgas geben können. Sehen wir es positiv: Mit jeder Maßnahme verbessert sich die Infrastruktur und somit auch die Zuverlässigkeit Ihrer zukünftigen Zugfahrt.

Hier finden Sie die Vorschau auf alle geplanten Bauarbeiten des 3. Quartals im Streckennetz von agilis.

Detaillierte Informationen sowie die Bus-Ersatzfahrpläne erhalten Sie unmittelbar vor der Baumaßnahme unter www.agilis.de/abweichungen, auf facebook.com/agilisabweichungen oder über unser Servicetelefon unter 0800 589 28 40 (kostenlos).

Von Zugtaufen, Fahrten zum Mond und Sandsäcken: Zehn außergewöhnliche Fakten zum zehnjährigen Jubiläum von agilis im Netz Nord

Am 12. Juni 2011 nahm agilis im Dieselnetz Oberfranken den Betrieb im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) auf. Damit rollen die grün-grauen Züge nun schon eine Dekade durch die Region. Zum zehnjährigen Jubiläum liefern wir zehn Fakten der etwas anderen Art über agilis:

  1. Der Mittelpunkt des weitverzweigten agilis-Netzes, an dem auch unsere oberfränkische Verwaltungsstelle sitzt: Rund 10.000 Mal sind unsere agilis-Züge in den letzten zehn Jahren durch den Bayreuther Hauptbahnhof gefahren.
  2. Eine ganz schön hohe Laufleistung: Die Strecke um den Äquator wurde von der gesamten agilis-Fahrzeugflotte bisher circa 1.200 Mal zurückgelegt.
  3. Mindestens 1.000.000 Mal schenkten unsere Servicekräfte unseren Fahrgästen ein Lächeln. Auch deswegen schneidet agilis im jährlichen BEG-Serviceranking in punkto Freundlichkeit und Fahrgastorientierung immer tadellos ab.
  4. Die Region liegt agilis am Herzen: Im Netz Nord, wie wir das Dieselnetz Oberfranken auch nennen, wurden deshalb bis heute neun Züge auf Städe- oder Ortsnamen wie Ebermannstadt oder Bad Rodach getauft.
  5. agilis blickt gerne über den Tellerrand: Mit 12 Sonderzugfahrten wie zum Beispiel den Zügen zur Weidenberger Kellernacht oder dem Firmenausflug nach Passau haben wir unsere eingetretenen Pfade gemeinsam mit unseren Kunden verlassen.
  6. Wie viele Sandsäcke das wohl waren? Fast 60 Tonnen Sand wurden zum Bremsen bei Schnee und Laub auf der Schiene verteilt.
  7. Hereinspaziert: Eine Fahrzeugtür hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre durchschnittlich 280.000 Mal geöffnet.
  8. Fahrgastinformation am laufenden Band: Die Ansage „Nächster Halt: Hof Hauptbahnhof“ ertönte rund 202.000 Mal in den agilis-Zügen.
  9. Maximale Servicequalität: Als erstes Eisenbahnverkehrsunternehmen überhaupt erreichte agilis mit dem Dieselnetz Oberfranken den Höchstwert von 100 Punkten im Ranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. In diesem Messsystem werden alle bayerischen Eisenbahnen bewertet.
  10. agilis investiert in die Zukunft: Mehr als 200 Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer hat das Unternehmen inzwischen selbst qualifiziert. Viele von ihnen durften sich jetzt über eine Urkunde und ein Präsent für die zehnjährige Betriebszugehörigkeit freuen. Die Qualifizierung geht laufend weiter – Interessierte finden alle Informationen unter www.agilis.de/karriere.

„Wir bedanken uns bei unseren Fahrgästen für ihre Treue. Sowohl positives Feedback als auch konstruktive Kritik sind für uns ein großer Ansporn, die nächsten zehn Jahre mindestens genauso motiviert anzugehen. Die oberste Priorität hat für uns, die Servicequalität im Sinne unserer Kunden immer weiter auszubauen”, so Dr. Axel Hennighausen, agilis-Geschäftsführer. Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die agilis teilweise schon von Anfang an begleiten, spricht Hennighausen seinen Dank aus: „Unser Team kann durch das Engagement jedes einzelnen auf zehn sehr erfolgreiche Jahre im Netz Nord zurückblicken. Wir sind stolz auf das, was wir in unserem Streckennetz erreicht haben. Allen voran auf die regelmäßigen Bestplatzierungen im BEG-Ranking zur Servicequalität.“

 

Die angedachten Feierlichkeiten zum Jubiläum werden möglichst bald nachgeholt. Bis es soweit ist, dürfen sich agilis-Fahrgäste in den kommenden Wochen auf ausgewählten Zügen über eine kleine Überraschung freuen. Außerdem findet ein Jubiläumsspendenwettbewerb statt, in dem Vereine, Organisationen und Initiativen bis zu 2.000 Euro für ihr Herzensprojekt gewinnen können.

Seit zehn Jahren ist agilis im netz Nord unterwegs. Foto: agilis.

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Die grün-grauen Züge von agilis rollen nun seit einer Dekade durch die Region. Foto: agilis/Uwe Miethe

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Mehr Informationen:

www.agilis.de/10-jahre

Vorschau: Bauarbeiten in den agilis Netzen von April bis Juni 2021

Da kann man nichts machen: Arbeiten an der Infrastruktur sind notwendig. Leider kann es aufgrund von Baustellen an Gleis- oder Stellwerksanlagen sowie Brücken- oder Vegetationsarbeiten zu vorübergehenden Einschränkungen kommen. Dann müssen auch unsere grünen Züge kürzer treten, damit wir nach dem Ende der Bauarbeiten auf der modernisierten Strecke wieder Vollgas geben können. Sehen wir es positiv: Mit jeder Maßnahme verbessert sich die Infrastruktur und somit auch die Zuverlässigkeit Ihrer zukünftigen Zugfahrt.

Hier finden Sie die Vorschau auf alle geplanten Bauarbeiten des 2. Quartals im Streckennetz von agilis.

Detaillierte Informationen sowie die Bus-Ersatzfahrpläne erhalten Sie unmittelbar vor der Baumaßnahme unter www.agilis.de/abweichungen, auf facebook.com/agilisabweichungen oder über unser Servicetelefon unter 0800 589 28 40 (kostenlos).

Soziale Projekte mit Vorbildcharakter: Das sind die Sieger im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ im Netz Nord

Die Sieger des Spendenwettbewerbs „agilis kommt an“ stehen fest. Bei einer symbolischen Scheckübergabe am 2. Oktober in der Bayreuther Zentrale des Eisenbahnunternehmens wurden die drei Gewinnervereine und -organisationen mit gemeinnützigem Hintergrund aus dem Netz Nord geehrt.

 

Die Vereine und sozialen Einrichtungen in der Region haben turbulente Monate hinter sich. Dass viele sich weiterhin mit vollen Einsatz engagieren, findet man bei agilis besonders ehrenwert. Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz erreichte die Bücherei Trebgast.

Platz 1: Bücherei Trebgast

Die Bücherei ist erst im Frühling in neue Räumlichkeiten in der Ortsmitte, direkt neben den Bahnhof, umgezogen. „Dass sich hier ein Treffpunkt für Groß und Klein etabliert, dafür leisten wir von agilis gerne einen Beitrag“, sagte agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen bei der Preisübergabe. Die 1.000 Euro sollen unter anderem in neue Bücher, Hörbücher und Filme fließen. „Damit wir für unsere Besucher auch attraktiv bleiben“, erklärte Johannes Faßold, Mitglied des Kirchenvorstandes und verantwortlich für die Bücherei, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Trebgast betrieben wird. Auch eine Online-Leihfunktion sei angedacht. Doch das koste natürlich – ebenso wie diverse Aktionen und Ferienprogramme. „Da kommt die Spende von agilis gerade zum richtigen Zeitpunkt“, so Faßold.

Bild 1: Den ersten Platz im agilis-Spendenwettbewerb, dotiert mit 1.000 Euro, belegt die Gemeindebücherei in Trebgast. Von links nach rechts: Silke Clemens (Mitarbeiterin Bücherei), Johannes Faßold (Verantwortlicher der Bücherei), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäftsführer).

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Platz 2: Kinderfeuerwehr Marktleuthen

Auf Platz 2 landete das Projekt Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Marktleuthen. Mit 61 aktiven Mitgliedern werden jedes Jahr 50 bis 75 Ein­sätze geleistet, doch aktuell gibt es nur einen Jugendlichen im Ehrenamt. „Das möchten wir ändern“, sagte Jörg Bauer, zweiter Vorstand des Feuerwehrvereins, der das Preisgeld in Höhe von 500 Euro entgegennahm. Es sei wichtig, junge Menschen an gesellschaftliche Aufgaben heranzuführen und ihnen einen sinnvollen Zeitvertreib zu bieten. Die Spende von agilis, für die sich Bauer herzlich bedankte, soll unter anderem für ein Konzept zur Anwerbung von Nachwuchs sowie für Schutzausrüstungen für Jugendliche ausgegeben werden. „Nur durch Nachwuchsförderung haben die Freiwilligen Feuerwehren in unserer Region auch künftig Bestand. Die Ehrenamtlichen sind auch für agilis im Ernstfall eine große Hilfe, das haben vergangene Situationen, zum Beispiel schwere Stürme, immer wieder gezeigt“, so agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen.

Bild 2: Der zweite Platz und damit 500 Euro gehen an das Projekt „Kinderfeurwehr“ der Freiwilligen Feuerwehr Marktleuthen. Von links nach rechts: Niklas Thumser (Kommandant), Jörg Bauer (zweiter Vorstand), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäftsführer).

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Platz 3: Kinderfeuerwehr Oberweiling

Auf den dritten Platz kam die Wasserwacht Bad Staffelstein, die ein Preisgeld von 250 Euro erhielt. Derzeit hat die Ortsgruppe rund 300 passive und aktive Mitglieder. Sie bewachen im Sommer unter anderem regionale Badeseen und sind im Winter auf dem Main im Einsatz. Die agilis-Spende solle für die Jugendarbeit genutzt werden, sagte Konrad Hauptmann, Vorstand der Wasserwacht, bei der Prämierung. Diese reiche vom wöchentlichen Training bis hin zu Zeltlagern und Hüttenwochenenden. Schwerpunkte sind die Aus- und Fortbildung im Wasser, aber natürlich dürfe auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Finanzielle Unterstützung sei dabei unabdingbar. „Deshalb sind wir sehr glücklich über die Anerkennung von agilis“, betonte Hauptmann. „Gerade der Sommer 2020 hat gezeigt, wie wichtig ein sicherer Urlaub in der Region sein kann. Dazu haben Sie Ihren Beitrag geleistet“, lobte agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen das Enagement der Bad Staffelsteiner.

Bild 3: Über den dritten Platz, der mit 250 Euro dotiert ist, freut sich die BRK Wasserwacht Bad Staffelstein. Von links nach rechts: Johannes Lohneis (Technischer Leiter), Konrad Hauptmann (Vorstand), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäftsführer).

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„Den Sieg hätten alle Projekte verdient“

„Die Auswahl der Projekte hat der Jury dieses Jahr besonders viel Kopfzerbrechen bereitet“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen, „denn verdient hätten den Sieg alle.“ Wie schon in den Vorjahren hat das Eisenbahnunternehmen darauf geachtet, in der Jury möglichst das gesamte Unternehmen abzubilden. Mitdiskutiert und bewertet haben ein Triebfahrzeugführer, eine Servicekraft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Werkstatt und der Verwaltung. Ebenfalls gleich geblieben sind die Kriterien, nach denen die einzelnen Projekte beurteilt wurden. Punkte wurden vergeben für „Projektidee und –ziel“, „Gemeinnützigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufbereitung der Bewerbung“.

Bayerns Bahnen im Vergleich: agilis knackt im Netz Nord historische Bestmarke im BEG-Ranking zur Servicequalität

Das gab es in der Geschichte des Rankings der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) zur Servicequalität der bayerischen Regionalzüge bisher noch nicht: Im Vergleich aller Bahnen für das Jahr 2019 erzielte agilis im Netz Nord als erstes Eisenbahnverkehrsunternehmen die maximale Wertung von 100 Punkten und holt damit zum achten Mal in Folge den ersten Platz.

 

In den letzten Jahren konnte der Zugbetreiber seine Punktzahl im Netz Nord, das große Teile Oberfrankens sowie Teile der Oberpfalz und Unterfrankens verbindet, immer weiter steigern. 2019 wurde erstmals die höchstmögliche Bewertung im Ranking erreicht. „100 Punkte, das macht uns natürlich unglaublich stolz“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen. Doch von ungefähr kommt die Leistung nicht: „Damit die Servicequalität für unsere Fahrgäste stimmt, versuchen wir, auf unser Ergebnis immer noch eine Schippe draufzulegen“, so Hennighausen.

 

Das herausragende Ergebnis würdigt auch BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs: „Zum achten Mal in Folge Tabellenführer, das ist eine Meisterleistung. Konstant hohe Servicequalität, wie sie agilis seit Jahren erbringt, zeugt von Leidenschaft und Dynamik. Dafür gebührt dem Team von agilis Dank und Anerkennung. agilis zählt damit eindeutig zu den Vorzeigeunternehmen im Bahnland Bayern. Spitzenleistungen wie diese machen das Bahnfahren für die Fahrgäste jedenfalls umso attraktiver.“

 

Kaum Verschmutzungen und gut geschulte Zugbegleiter

Ausschlaggebend für die Bestmarke in diesem Jahr sei vor allem das konstant hohe Sauberkeitsniveau in den Zügen gewesen. Und auch außen an den Fahrzeugen hatten die von der BEG beauftragten Tester der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die den Schienenpersonennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, kaum etwas zu beanstanden, etwa Verschmutzungen oder Kratzer. Im Netz Nord konnte der langjährige Servicequalitätssieger seine bereits sehr guten Werte in den Kategorien “Fahrgastinformation” und “Service” nochmals steigern, unter anderem was die fachlich-soziale Kompetenz der Zugbegleiter und die Stationsdurchsagen betrifft.

 

Qualitätsprämie für Mitarbeiter

Um das hohe Servicequalitätsniveau in Oberfranken, der Oberpfalz und in Unterfranken zu halten, setzt agilis auf Teamwork: So werden die Mitarbeiter am Bonus, den die BEG für gute Servicequalität an die Verkehrsunternehmen jedes Jahr vergibt, beteiligt. Außerdem werden Servicepersonal und Triebfahrzeugführer regelmäßig geschult und intern über alle relevanten Qualitätskennzahlen auf dem Laufenden gehalten.

Im aktuellen Servicequalitätsranking hat die BEG dieses Engagement im agilis Netz Nord mit 100 von 100 möglichen Punkten belohnt. Und auch im agilis Netz Mitte, das entlang der Donau von Passau über Regensburg bis nach Ulm verläuft, ist die Servicequalität spürbar gestiegen: Dank einer Bewertung mit 66,62 Punkten belegt das Eisenbahnunternehmen hier den fünften Platz und verbessert sich damit gleich um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr.

Bild: Das agilis Netz Nord erreicht im BEG-Ranking Servicequalität 2019 die maximale Wertung von 100 Punkten und sichert sich damit zum achten Mal in Folge den Spitzenplatz. Foto: agilis

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„100 Punkte, das macht uns natürlich unglaublich stolz.“

Dr. Axel Hennighausen, Geschäftsführer

Über das BEG-Ranking zur Servicequalität

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) bewertet jährlich die Servicequalität der bayerischen Eisenbahnen. Insgesamt konkurrieren derzeit 31 Wettbewerbsnetze. Bewertet werden die Kriterien „Sauberkeit der Fahrzeuge”, „Fahrgastinformation im Regel- und Störfall”, „Funktionsfähigkeit der Ausstattung”, „Serviceorientierung der Zugbegleiter” und „Kundenorientierung bei Beschwerden”. Der ermittelte Gesamtwert kann zwischen -100 und +100 Punkten liegen. Von Anfang an konnten sich die agilis-Netze auf den oberen Rängen behaupten.

Mehr Informationen unter www.beg-ranking-servicequalitaet.de.

Aktuelle Einblicke: Unsere Mitarbeiter berichten

Langsam kündigt sich mit immer wärmeren Temperaturen in ganz Bayern der Sommer an. Pünktlich mit ihm ist ein großes Stück Normalität in den Zugverkehr zurückgekehrt. In beiden agilis-Netzen gilt seit mehreren Wochen wieder der Regelfahrplan. Die letzten Wochen und Monate waren auch für uns von agilis außergewöhnlich. Vier Kolleginnen und Kollegen blicken zurück:

Fahrplanwechsel im Netz Nord: Zugfahren wird günstiger

Gute Nachrichten für Bahnreisende: Wenn am 14. Juni der Sommerfahrplan in Kraft tritt, sinken im Nahverkehr die Fahrkartenpreise.

 

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel werden viele Bahntickets günstiger, unter anderem kostet das Bayern-Ticket dann 25 statt 26 Euro, jede weitere Person wird mit sieben statt bisher acht Euro berechnet. Bei einer Gruppe von fünf Personen kostet dieses bayernweite Tagesticket dann nur noch 10,60 Euro pro Person.

In diesem Zuge wird die bisherige Angebotspalette vereinfacht und das regionale Servus-Ticket eingestellt. Dieses galt in den Zügen von agilis und Länderbahn und dem DB-Parallelverkehr in Bayern. Da das Bayern-Ticket nun jedoch nahezu auf den selben Preis gesenkt wird, beziehungsweise es ab drei Personen sogar günstiger wird als das bisherige Servus-Ticket, ist das Bayern-Ticket ab dem Fahrplanwechsel das bessere Angebot. Bis zum 13.06.2020 können die Servus-Tickets noch für beliebige Geltungstage binnen der folgenden drei Monate erworben werden.

Fahrplanwechsel

Im Netz Nord finden bei der Umstellung des aktuellen Fahrplans auf den Sommerbetrieb keine Änderungen statt.

 

Bei Fragen steht die agilis-Kundenkommunikation den Fahrgästen telefonisch unter 0800 589 28 40 (Mo-Fr 6-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr, kostenfrei) oder unter agilis.de/kontakt gerne zur Verfügung.

Bild: Zum Fahrplanwechsel sinken die Fahrkartenpreise im Nahverkehr. Foto: agilis

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