Tödlicher Leichtsinn am Bahnübergang: Info-Kampagne appelliert an Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht

ADAC, BEG und bayerische Eisenbahnen starten Aktion „Zug hat Vorfahrt“ für mehr Sicherheit am Bahnübergang

Meeder. Fast wöchentlich ereignen sich folgenschwere Unfälle an Bahnübergängen, viele davon auch in Bayern wie zuletzt vor wenigen Wochen in Schwarzenbach bei Hof oder in Reckendorf bei Bamberg. Fälle wie diese sind bedauerlicherweise keine Seltenheit. 2020 kam es bayernweit zu über 50 Bahnübergangsunfällen, elf davon mit Todesfolge. Damit sich solche Szenarien nicht wiederholen, startete der ADAC Nordbayern und der ADAC Südbayern gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), DB Sicherheit und den Eisenbahnverkehrsunternehmen Agilis, Bayerische Regiobahn, Go-Ahead und der Länderbahn die bayernweite Informationskampagne „Zug hat Vorfahrt!“

Aktion will das Bewusstsein für Gefahren an Bahnübergängen schärfen
An insgesamt drei Aktionstagen, zuletzt am Freitag in Meeder, erläuterten die Akteure an ausgewählten Bahnübergängen deren sicheres Überqueren, simulierten eine Notsituation und veranschaulichten die möglichen Gefahren. „Fast alle Unfälle an Bahnübergängen sind auf ein Fehlverhalten von Autofahrenden oder Fußgängern zurückzuführen. Durchschnittlich jeder Vierte endet dabei tödlich“, stellt Jürgen Hildebrandt, Leiter des Fachbereichs Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern fest. Hauptursache seien in den meisten Fällen Unkenntnis der Verhaltensregeln, Unaufmerksamkeit und Leichtsinn, so der Experte. Mit der Kampagne wollen die Aktionspartner das Bewusstsein für die Gefahren an Bahnübergängen schärfen und an die Verkehrsteilnehmer zu umsichtigem Verhalten appellieren. „Es passieren immer noch viel zu häufig schwere Unfälle am Bahnübergang. Darauf möchten wir mit der Aktion „Zug hat Vorfahrt!” aufmerksam machen. Jeder Unfall ist einer zu viel. Daher mein Appell an alle Autofahrer: Seien Sie wachsam und beachten Sie die Verkehrsregeln am Bahnübergang“, so Dr. Axel Hennighausen, betrieblich-technischer Geschäftsführer von agilis.

Auf Hinweistafeln achten
Bayernweit gibt es knapp 3300 Bahnübergänge. Jeder Übergang, egal ob mit oder ohne Schranken, wird mittels Verkehrszeichen angekündigt: Weiß-rote Baken weisen in 240 Metern, 160 Metern und 80 Metern Entfernung auf den Übergang hin, unmittelbar vor dem Kreuzungspunkt signalisiert das Andreaskreuz, dass der Schienenverkehr Vorrang hat. Zudem warnen Züge unter anderem mit Pfeifsignalen die Verkehrsteilnehmer an nicht technisch gesicherten Bahnübergängen. Warum Verkehrsteilnehmer trotz rotem Blinklicht oder Warntafeln achtlos Bahnübergänge passieren, erläutert Hildebrandt: „Ursache ist in vielen Fällen Zeitdruck und der Irrglaube, die Situation unter Kontrolle zu haben. Außerdem sinkt das Risikobewusstsein, wenn bei einem wiederholten Fehlverhalten nichts passiert ist“, so der Verkehrsexperte Jürgen Hildebrandt.

Enorm langer Bremsweg
Oft werden die Geschwindigkeit des Zuges und der Bremsweg völlig unterschätzt. „Selbst wenn ein Lokführer eine Schnellbremsung einleitet, benötigt beispielsweise ein 100 km/h schneller Güterzug etwa 1000 Meter bis zum Stillstand“, erklärt Dr. Axel Hennighausen.

Um Bahnübergänge sicher zu passieren, geben ADAC und die Bayerische Eisenbahngesellschaft Tipps:

  • Bremsbereit und mit max. 50 km/h auf den Bahnübergang zufahren
  • Niemals überholen!
  • Die Bahnstrecke nach beiden Seiten überblicken
  • Auf akustische Pfeifsignale achten
  • Sofort anhalten, wenn sich am unbeschrankten Übergang ein Zug nähert
  • An beschrankten Übergängen schon bei rotem Blinklicht stehen bleiben, nicht erst dann, wenn sich die Schranken senken
  • Erst weiterfahren, wenn das rote Blinklicht erloschen ist und die Schranken vollständig geöffnet sind

Bild 1: Machten mit einem Aktionstag gemeinsam auf die Gefahren und das richtige Verhalten am Bahnübergang aufmerksam: Vertreter von Bundespolizei, ADAC (Jürgen Hildebrandt, 3.v.l.), DB Sicherheit und agilis (Dr. Axel Hennighausen, 4.v.l.).

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Bild 2: Um zu verdeutlichen, welche Kräfte bei einem Bahnübergangsunfall wirken, zeigte die Bundespolizei ein echtes Unfallfahrzeug.

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Zuschlag für das Netz Regionalverkehr Oberfranken: agilis verteidigt Bestandsnetz für weitere 12 Jahre

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den bayerischen Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, vergibt das Netz Regionalverkehr Oberfranken (RVOF) für mindestens weitere 12 Jahre an das Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis. Mit dem Start des neuen Verkehrsvertrages im Dezember 2023 dürfen sich Fahrgäste auf mehr Züge im Abendverkehr und noch bessere Verbindungen freuen, während das Netzgebiet weiterwächst.  

Gute Nachrichten für die Region: Das Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis mit Sitz in Regensburg wird auch weiterhin das Netz Regionalverkehr Oberfranken betreiben. Im Wiedergewinn des Ausschreibungsprojekts stecken viel Arbeit und Herzblut, und zwar nicht nur aus den vergangenen Monaten, weiß Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer von agilis: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von Beginn an in den Bereichen Service und Qualität Außerordentliches geleistet, nicht umsonst sind wir bayerischer Qualitätsführer und Träger des Bayerischen Eisenbahnpreises. Umso mehr freut es uns für die gesamte Belegschaft, dass wir weiterhin die Bahn in der Region bleiben und sogar wachsen dürfen“, sagt Knöbel.

„Über die Jahre hinweg sind wir eng mit unseren Fahrgästen und den Kommunen in Oberfranken und Umgebung zusammengewachsen. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir für weitere zwölf Jahre ein attraktives Fahrplanangebot auf die Schiene bringen dürfen und die Verkehrswende auch im ländlichen Raum mit anschieben können“, zeigt sich Dr. Axel Hennighausen, betrieblich-technischer Geschäftsführer von agilis, überzeugt.

5,4 Millionen Zugkilometer und noch bessere Verbindungen

Künftig reicht das agilis Netz Nord mit Hof – Gutenfürst auch über die bayerische Grenze hinaus bis nach Sachsen und soll sich auf der Strecke Hof – Selb-Plößberg – Aš/Asch – Cheb/Eger in Kooperation mit der Tschechischen Bahn CD auch nach Tschechien ausdehnen. Die Verkehrsleistung steigt dann auf rund 5,4 Millionen Zugkilometer – rund acht Prozent mehr als aktuell. Um die Wartezeit beim Umstieg für Fahrgäste zu minimieren, integriert die BEG den neuen Verkehrsvertrag RVOF in einen flächendeckenden integralen Taktfahrplan für Nordostbayern. Die Verbindungen in der Region werden so noch besser aufeinander abgestimmt.

Außerdem führt die BEG auf mehren Strecken zusätzliche Fahrten gemäß des bayernweit stündlichen Bedienrichtwerts für alle Verkehrstage ein. So werden einige Lücken im Stundentakt gefüllt, zum Beispiel auf der Regionalbahnlinie Coburg – Bad Rodach (Schließen der Taktlücken gegen 9 und 20 Uhr). Auf etlichen Strecken wird zudem der Abendverkehr verbessert, wie auf den Linien Forchheim – Ebermannstadt (Schließen der Taktlücke gegen 21 Uhr), Bamberg – Ebern (Schließen der Taktlücke gegen 22 Uhr) und Coburg – Lichtenfels – Bayreuth (verdichtetes Angebot zwischen 21 und 23 Uhr).

Neue Haltepunkte und Angebotsverbesserungen

Ein Schwerpunkt der Angebotsverbesserung liegt auf der Region Hof. Hier bestellt die BEG mehr Züge, sobald der neue Haltepunkt Hof-Mitte fertiggestellt ist. Dieser wird dann stündlich aus Münchberg, im zweistündigen Wechsel aus Helmbrechts und Neuenmarkt-Wirsberg sowie alle zwei Stunden aus Selb-Stadt angefahren. Sobald der Bau der Wendeanlage abgeschlossen ist, werden auch die Züge aus Richtung Tschechien dort halten. In den nächsten Jahren werden zudem zwei weitere Stationen im Netz Nord in Betrieb gehen: Forchheim-Nord und Bamberg-Süd. Bedienen wird agilis das Netz weiterhin mit modernen Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle RS1. Diese werden über zusätzliche Ausstattung verfügen, zum Beispiel kostenfreies WLAN für alle Fahrgäste und erweiterte Fahrgastinformation.

Sichere Jobs mit Zukunft

Bereits in den kommenden Monaten stockt agilis den Personalbestand massiv auf und setzt seine Qualifizierungsoffensive fort: „Auch für das Netz Nord benötigen wir weitere Triebfahrzeugführer und Servicekräfte – beides attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Jobs mit einer langfristigen Perspektive bis mindestens Ende 2035“, ergänzt Gerhard Knöbel. Sowohl für Triebfahrzeugführer als auch für Servicekräfte im Zug ist ein Quereinstieg in eine sichere Zukunft möglich. Für Interessierte bietet agilis jeden ersten Dienstag im Monat eine offene Bewerbersprechstunde an, die zunächst digital stattfindet. Mehr Informationen unter www.agilis.de/bewerbersprechstunde.

Mehr Informationen und Downloads

Informationen zur Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft

Laufend aktualisierte Informationen zur Betriebsaufnahme auf www.agilis.de sowie auf unseren Social Media Kanälen www.facebook.com/agiliseisenbahn und www.instagram.com/agiliseisenbahn.

Bild 1: Für mindestens 12 weitere Jahre in der Region unterwegs: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) erteilt den Zuschlag für das Netz Regionalverkehr Oberfranken an agilis.
Foto: agilis/Uwe Miethe.

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Bild 2: Berufsbild mit Perspektive: Für den neuen Verkehrsvertrag benötigt agilis zahlreiche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere Triebfahrzeugführer und Servicekräfte.
Foto: agilis/Patricia Lucas

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Netz Regensburg/Donautal erhält neue Mireo-Züge von Siemens Mobility

  • Siemens Mobility baut 23 4-teilige Mireo-Züge für das Netz Regensburg/Donautal
  • Die Mireo-Züge werden in 2024 an den Betreiber agilis geliefert
  • Inbetriebnahme bis Dezember 2024

Siemens Mobility hat den Auftrag erhalten, 23 4-teilige Mireo-Züge für den Betreiber agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der BeNEX GmbH, zu bauen. Die Züge für das Netz Regensburg/Donautal werden im Jahr 2024 ausgeliefert und die Aufnahme des Fahrgastbetriebes ist für Dezember 2024 geplant.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hatte in ihrer Ausschreibung für Teile des Netzes Neufahrzeuge gefordert. Die Mireo-Züge werden auf der neuen RE-Linie 50 Nürnberg – Regensburg – Plattling sowie auf der Linie RB 51 Neumarkt – Regensburg – Plattling zum Einsatz kommen.

Abbildung: Entwurf des Fahrzeugaußendesigns für die neuen Siemens Mireo von agilis im Netz Regensburg/Donautal, tatsächliches Design kann abweichen. Copyright: Siemens Mobility

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„Mit den Mireo-Zügen von Siemens hat agilis in der Ausschreibung Regensburg/Donautal bei der Qualitätswertung der Angebote gegenüber der Konkurrenz klar vorn gelegen. Mehr spezifische Ausrichtung auf die regionalen Mobilitätsanforderungen geht nicht. Eine tolle Erfolgsgeschichte, die eine großartige Zukunft des Qualitätsführers agilis im Bahnland Bayern sichert“, so Dr. Michael Vulpius, Geschäftsführer der Muttergesellschaft BeNEX.

„Hoher Fahrgastkomfort durch großzügig gestaltete Innenräume stand bei der Bestellung unserer Neufahrzeuge im Fokus. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Fahrgäste rundum wohlfühlen, dafür stehen wir als agilis“, so Dr. Axel Hennighausen, betrieblich-technischer Geschäftsführer von agilis.

„Die Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge im Netz Regensburg/Donautal bietet mit der Anbindung nach Nürnberg und dort auch an den Fernverkehr einen deutlichen Mehrwert für unsere Fahrgäste – ein Meilenstein in der agilis-Geschichte“, fügt Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer und Mobilisierungsprojektleiter, hinzu.

Albrecht Neumann, CEO Siemens Mobility: „Wir bei Siemens Mobility freuen uns, dass wir beauftragt worden sind, die neuen Züge für das Netz Regensburg/Donautal zu liefern. Wir haben bereits über 240 Züge unseres Erfolgsmodells Mireo verkauft. Der Zug überzeugt Betreiber und Fahrgäste durch verbesserten Fahrgastkomfort, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz. Für das Netz Regensburg/Donautal haben wir erstmalig eine neue, besonders antriebsstarke Variante des Mireo entwickelt, die mit zwei zusätzlichen Antriebsachsen ausgestattet ist und somit eine schnellere Beschleunigung ermöglicht.“

Die neuen Mireo-Züge haben 216 Sitzplätze und liefern durch ihre großzügige Gestaltung verbesserten Fahrgastkomfort für die Fahrgäste. So befindet sich an jedem Einstieg ein Mehrzweckbereich, der zudem nicht durch Klappsitze eingeschränkt wird, wodurch sich der Fahrgastnutzen weiter erhöht. Alle Züge sind für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste barrierefrei ausgerüstet. Zusätzlich ist ein Hublift für Rollstuhlfahrer an Bord, um auch einen Ein- und Ausstieg an Bahnhöfen mit niedrigeren Bahnsteigen zu ermöglichen. Eine große Anzahl an Gepäckracks erleichtert es den Fahrgästen ihre Koffer zu verstauen.

Ein Echtzeit-Fahrgastinformationssystem zeigt aktuelle Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie Anschlussmöglichkeiten an den jeweiligen Haltestellen an. Die Fahrzeuge erhalten die von Siemens Mobility entwickelte Hochfrequenz Scheibenlösung, die den Mobilfunkempfang in Zügen deutlich verbessert. Außerdem wird den Fahrgästen in den Zügen kostenloses WLAN zur Verfügung stehen.

Der Mireo von Siemens Mobility ist ein skalierbarer Gliederzug, dessen Masse durch diverse konstruktive Maßnahmen deutlich reduziert werden konnte, unter anderem durch die Drehgestelle mit innengelagerten Radsätzen. Zusätzlich trägt die deutlich verbesserte Aerodynamik gegenüber Vorgängermodellen zu einem beträchtlich reduzierten Energiebedarf bei. Damit ist diese neue Variante des Mireo-Zuges besonders antriebsstark und ermöglicht eine schnelle Beschleunigung. Der Zug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Die Mireo-Züge werden im Siemens Mobility Werk in Krefeld gebaut.

Ansprechpartner für Journalisten:

Silke Thomson-Pottebohm, Tel.: +49 174 306 3307
E-Mail: Silke.Thomson-Pottebohm@siemens.com

agilis Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG
Katharina Ziegler, Tel.: +49 941 206089-199
E-Mail: presse@agilis.de

Weitere Informationen zum Thema Mireo unter https://press.siemens.com/global/de/feature/der-neue-mireo-intelligenz-auf-schienen

Weitere Informationen zum Netz Regensburg/Donautal unter https://www.agilis.de/regensburg-donautal

Siemens Mobility ist ein eigenständig geführtes Unternehmen der Siemens AG. Siemens Mobility ist seit über 160 Jahren ein führender Anbieter im Bereich Transportlösungen und entwickelt sein Portfolio durch Innovationen ständig weiter. Zum Kerngeschäft gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungs- und Elektrifizierungslösungen, schlüsselfertige Bahnsysteme, intelligente Straßenverkehrstechnik sowie die dazugehörigen Serviceleistungen. Mit der Digitalisierung ermöglicht Siemens Mobility den Mobilitätsbetreibern auf der ganzen Welt, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren. Im Geschäftsjahr 2020, das am 30. September 2020 endete, hat Siemens Mobility einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro ausgewiesen und rund 38.500 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.de/mobility.
agilis ist ein Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Regensburg. Im Auftrag des Freistaats Bayern betreibt agilis etwa zehn Prozent des bayerischen Schienenpersonennahverkehrs in den Netzen Mitte (Regensburger Stern und entlang der Donau) und Nord (Oberfranken sowie Teile der Oberpfalz und Unterfrankens). agilis beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die beiden Tochterunternehmen der BeNEX GmbH belegen im Qualitätsranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft schon seit Jahren Spitzenpositionen. Im Jahr 2018 wurde agilis durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit dem Bayerischen Eisenbahnpreis ausgezeichnet.
www.agilis.de

Projekte, die Kinder stark machen: agilis kürt Gewinner im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ im Netz Nord

Kinder und Jugendliche vor Gefahren zu schützen, sie zu stärken und glücklich zu machen: Das haben sich die drei gemeinnützigen Projekte zur Aufgabe gemacht, die in diesem Jahr den Jubiläums-Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ mit doppelter Prämie gewonnen haben. In seinem Verwaltungssitz in Bayreuth kürte das regionale Eisenbahnunternehmen die Gewinner im Netz Nord. Der mit 2.000 Euro dotierte 1. Platz ging an die betreute Pferdewelt für Kinder in Baunach, ein Projekt des Pferdepartner Franken e. V.

Platz 1: Pferdewelt für Kinder, Baunach

In der betreuten Pferdewelt des Baunacher Vereins entdecken junge Menschen mit und ohne Handicap spielerisch die Welt der Pferde und profitieren von ihrer therapeutischen Wirkung. „Die Tiere helfen ihnen dabei, körperliche, psychische und seelische Belastungen aufzuarbeiten“, erklärte Ausbilderin Daniela Schubert bei der Preisübergabe. Das sei gerade nach den beiden Lockdowns, die für das Projekt ausschlaggebend waren, dringend notwendig gewesen. „Mit seinem Angebot hat der Verein viele Kinderaugen wieder zum Leuchten gebracht,“ sagte agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen, als er den Spendenscheck in Höhe von 2.000 Euro überreichte. Mit dem Geld will der Verein neues Zubehör und Material anschaffen.

Bild 1: Den ersten Platz im agilis-Spendenwettbewerb, dotiert mit 2.000 Euro, belegt der Verein Pferdepartner Franken. Von links nach rechts: Daniela Schubert (Vereinsbeirätin), Anne Ismeier (Reitschülerin), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäftsführer).

Platz 2: Themengärten, Marktleuthen

Auf Platz zwei wählte die „agilis kommt an“-Jury das liebevoll durchdachte Gartenprojekt des integrativen Montessori-Kinderhauses in Marktleuthen. Für ihre knapp 75 kleinen Schützlinge legt die katholische Einrichtung derzeit eine Kinder-Gärtnerei an, in der sie säen, pflanzen, pflegen und ernten können. Auch ein Schöpfungsgarten soll entstehen, in dem alles was kreucht und fleucht seinen Platz hat – von der Biene bis zur Spinne. „Damit wollen wir die Kinder in dieser hektischen Welt erden und sie Achtsamkeit im Umgang mit ihrer Mitwelt lehren“, erklärt Katrin Bachofner, Heilpädagogin im Kinderhaus, das der Kirchenstiftung St. Wolfgang unterstellt ist. Für die 1.000 Euro-Spende sei das gesamte Team sehr dankbar.

Bild 2: Der zweite Platz und damit 1.000 Euro gehen an das Gartenprojekt des Montessori Kinderhauses Marktleuthen. Von links nach rechts: Katrin Bachofner (Heilpädagogin), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäfsführer).

Platz 3: Gewaltpräventionsspiel, Bayreuth

„Mensch, freu dich!“ heißt das Spiel, das im Spendenwettbewerb den dritten Platz erzielte und mit 500 Euro bedacht wurde. Das Spiel von Avalon, einer Bayreuther Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, vermittelt Kindern und Jugendlichen niederschwellig, was sexualisierte Gewalt ist und wie sie mit körperlichen Grenzüberschreitungen umgehen. Dafür hat sich der Verein eigens ein 18-teiliges Spielfeld überlegt, auf dem sich die Kinder auf Festen und Veranstaltungen mit einem großen Würfel fortbewegen. Angeleitet werden sie von einer Fachkraft. „Wir hoffen, dass wir damit so viele Kinder und Eltern wie möglich für das Thema sensibilisieren und ihnen vermitteln können, dass sie nicht hilflos sind“, so Rebekka Dalmer, Mitarbeiterin der Beratungsstelle. Der Verein unterstützt im Raum Bayreuth und Kulmbach Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sexualisierte Gewalt erleben oder erlebt haben sowie deren Bezugspersonen und Fachkräfte.

Bild 3: Über den dritten Platz, der mit 500 Euro dotiert ist, freut sich Fachberatung Avalon Bayreuth. Von links nach rechts: Rebekka Dalmer (Mitarbeiterin der Beratungsstelle), Dr. Axel Hennighausen (agilis Geschäftsführer).

Respekt für gemeinnütziges Engagement

„Wer sich für andere einsetzt, insbesondere für Kinder, hat unseren ganzen Respekt verdient“, sagt Hennighausen. „Mit dem Spendenwettbewerb wollen wir diesem Respekt Ausdruck verleihen und soziale Projekte in der Region fördern.“ Dass auf dem Siegertreppchen dieses Jahr gleich drei Vereine stehen, die ein Herz für junge Menschen haben, sei den Bewerbungen zu verdanken: Unter den zahlreichen Einsendungen haben sie die Jury am meisten bewegt. Besetzt war diese auch dieses Jahr wieder mit verschiedenen Berufsgruppen aus dem Unternehmen, darunter ein Triebfahrzeugführer, eine Servicekraft im Zug sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Werkstatt und der Verwaltung. Bewertet wurden die Projekte nach den Kriterien „Projektidee und –ziel“, „Gemeinnützigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufbereitung der Bewerbung“.

Projekte, die ans Herz gehen: agilis kürt Gewinner im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ im Netz Mitte

Wenn ein kleiner Ortsverein Kindern ein Stück Natur schenkt oder schwerkranke Menschen in ihren letzten Lebenstagen noch einen Herzenswunsch erfüllt bekommen, dann kann man nur bewegt sein. So ging es der Jury im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“. Mit der Aktion unterstützt agilis jedes Jahr soziale Projekte in der Region. Im Hauptsitz in Regensburg kürte das Eisenbahnunternehmen am letzten Donnerstag die Gewinner im Netz Mitte. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Platz ging an die Apfelschule für Kinder des Obst- und Gartenbauvereins Mühlhausen-Geibenstetten in Niederbayern.

Platz 1: Apfelschule für Kinder, Mühlhausen bei Neustadt

„In der Apfelschule lernen die Kinder hautnah, wie sie respektvoll mit der Natur umgehen. Vor allem in der heutigen Zeit ist das eine wichtige Eigenschaft“, sagte agilis-Geschäftsführer Gerhard Knöbel, als er der Vereinsvorsitzenden Sabine Zott den Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro überreichte. Er hoffe, dass das Projekt viele Nachahmer finde. In der Apfelschule hegen und pflegen die Kinder schon im Vorschulalter auf einer Streuobstwiese ihr eigenes kleines Apfelbäumchen. Den Platz und das Material stellt der Obst- und Gartenbauverein zur Verfügung. „Wenn dann die Kinder in der dritten Klasse sind, dürfen sie ihre Pflanzen in den Garten der Eltern übersiedeln“, erklärte Zott. „Mensch und Natur werden quasi miteinander groß.“ Mit dem Geld will der Verein den Umzug der Apfelschule finanzieren, die einem Baugebiet weichen muss.

Bild 1: Den ersten Platz im agilis-Spendenwettbewerb, dotiert mit 1.000 Euro, belegt der Obst- und Gartenbauverein Mühlhausen-Geibenstetten. Von links nach rechts: Gerhard Knöbel (agilis Geschäftsführer), Sabine Zott (1. Vorsitzende), Bianca Sigl (2. Vorsitzende).

Platz 2: Herzenswunsch-Krankenwagen, Ingolstadt

Auf Platz zwei wählte die „agilis kommt an“-Jury den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Ingolstadt/Diözese Eichstätt. Er bringt Menschen in ihren letzten Lebenstagen dorthin, wo sie alleine nicht mehr hinkommen. „Schwerkranke können so Abschied nehmen, noch einmal genießen oder sich einfach wie früher fühlen. Begleitet werden sie von Maltesern, die als Sanitäter im Haupt- und Ehrenamt tätig sind“, so Moritz Walter, der das Preisgeld in Höhe von 500 Euro entgegennahm. „Für den Herzenswunsch-Krankenwagen sind die Malteser ehrenamtlich unterwegs. Sie stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um Menschen letzte Glücksmomente zu bescheren – ein großartiges Projekt, das mich persönlich sehr berührt“, betonte Knöbel bei der Spendenübergabe. Den finanziellen Zuschuss wird der Verein dafür verwenden, dass das Angebot für die Patienten und Patientinnen kostenfrei bleibt.

Bild 2: Der zweite Platz und damit 500 Euro gehen an den Herzenswunsch Krankenwagen des Malteser Hilfsdienstes. Von links nach rechts: Gerhard Knöbel (agilis Geschäftsführer), Lukas Heim (Projektleiter Herzenswunschkrankenwagen), Moritz Walter (stv. Leiter Einsatzdienste).

Platz 3: Azubi-Tandem für Geflüchtete, Regensburg

Das Azubi-Tandem von CampusAsyl hat im Spendenwettbewerb den dritten Platz belegt und 250 Euro erhalten. Mit seinem Projekt bringt der Regensburger Verein Auszubildende mit Fluchterfahrung mit Menschen ohne Fluchterfahrung zusammen. „Geflüchtete und SchülerInnen von Berufsintegrationsklassen sollen individuelle Lernunterstützung erhalten, damit sie ihre Ausbildung erfolgreich abschließen können“, erklärte Vorstandsmitglied Moatasam Yunes. Der Verein setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe für Menschen jeglicher Herkunft ein. In über 20 Gruppen können sich Menschen unterschiedlichen Alters mit ganz verschiedenen Hintergründen im Verein begegnen und sich austauschen.

Bild 3: Über den dritten Platz, der mit 250 Euro dotiert ist, freut sich der eingetragene Verein Campus Asyl aus Regensburg. Von links nach rechts: Gerhard Knöbel (agilis Geschäftsführer), Ann-Kathrin Hübner (Mitarbeiterin Geschäftsstelle), Moatasam Yunes (Vorstandsmitglied).

Unterstützung für gemeinnütziges Engagement

„Wer sich für andere einsetzt, insbesondere für die Schutzbedürftigen und Schwachen unserer Gesellschaft, hat unseren ganzen Dank verdient“, sagt Knöbel. „Mit dem Spendenwettbewerb wollen wir dieser Wertschätzung Ausdruck verleihen und soziale Projekte in der Region fördern.“ Die Jury des Wettbewerbs war auch dieses Jahr wieder mit verschiedenen Berufsgruppen aus dem Eisenbahnverkehrsunternehmen besetzt, unter anderem mit einem Triebfahrzeugführer, einer Servicekraft aus dem Zug sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Werkstatt und der Verwaltung. Bewertet wurden die Projekte nach den Kriterien „Projektidee und -ziel“, „Gemeinnützigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufbereitung der Bewerbung“.

So umweltschonend ist Zugfahren: agilis lässt im Europäischen Jahr der Schiene Fakten sprechen

Zugreisende sind nachhaltiger unterwegs als Autofahrer. Aber warum eigentlich und in welchem Ausmaß? Zur Europäischen Mobilitätswoche (16. – 22. September) macht agilis den Faktencheck, um für das grüne Verkehrsmittel ein Zeichen zu setzen:

Mit der Aktion #grüneaussichten, die am 15. Juni startet, will das regionale Eisenbahnunternehmen darauf aufmerksam machen, dass grüne Mobilität keine Zukunftsmusik ist. „Grüne Mobilität findet schon heute auf der Schiene statt“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen. Mit einem durchschnittlichen Treibhausgasausstoß von gerade einmal 55 Gramm pro Kilometer gilt die Bahn als eines der umweltschonendsten Verkehrsmittel. Ein Pkw stößt rund 143 Gramm aus.* „Wenn die Verkehrswende gelingen soll, führt also kein Weg an der Schiene vorbei“, so Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer von agilis. Darauf soll der Künstlerwettbewerb im Europäischen Jahr der Schiene, das den Zugverkehr europaweit stärken soll, aufmerksam machen.

  • Geringe Emissionen: Zusammen mit dem Bus führt die Eisenbahn die Rangliste der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel an. Im agilis Netz Mitte sparen allein zehn Pendler, die pro Jahr 10.000 km mit dem Zug zur Arbeit fahren, im Vergleich zum Auto rund 6,2 Tonnen CO[1] Das ist mehr als die 25-fache Menge an CO2,, die pro Person während eines Fluges von München nach Mallorca freigesetzt wird. Im agilis Netz Nord, in dem moderne Dieseltriebwagen unterwegs sind, liegt die Ersparnis für die gleiche zurückgelegte Strecke bei etwa 6,5 Tonnen pro Jahr.[2]

 

  • Weniger Stau: Stau und stockender Verkehr wirken sich nachteilig auf das Klima aus. Eine Stunde Leerlauf kostet laut TÜV Süd einen Liter Kraftstoff, wodurch mehr CO2 in die Atmosphäre gelangt. 13 Stunden standen im vergangenen Jahr allein die Regensburger im Stau, 35 Stunden die Nürnberger.[3] Die Bayerischen Regionalzüge und S-Bahnen erreichten 2020 dagegen eine durchschnittliche Pünktlichkeitsquote von 94,1 Prozent.

 

  • Grüner Verkehrsmittelmix: In der Umweltbewusstseinsstudie des Bundesumweltamtes sprechen sich 89 Prozent der Befragten dafür aus, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Die Zukunft der Mobilität besteht darin, umweltschonende Verkehrsmittel intelligent miteinander zu vernetzen. Der Schienenpersonennahverkehr nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, indem er einen Großteil des Mobilitätsbedarfs abdeckt und viele Verkehrsträger zusammenführt: In agilis-Zügen können Fahrgäste Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter bequem mitnehmen oder sie steigen am Bahnhof einfach in den Bus oder Pkw um. Auch Carsharing-Angebote befinden sich in Bahnhofsnähe, zum Beispiel in Regensburg, ebenso flexible Rufbusse wie das Fichtel-Baxi, das unter anderem in Hof, Selb und Marktredwitz unterwegs ist.

Bild: Mit dem Zug kommen Fahrgäste nachhaltig ans Ziel.

Mehr als ein Wahlkampfthema

Mit dem Faktencheck, der ab dem 16. September unter dem Hashtag #grueneaussichten auch in den sozialen Medien anläuft, will das regionale Eisenbahnunternehmen zeigen, dass die Schiene zur Verkehrswende einen wichtigen Beitrag leistet: „Den Schienenverkehr in Stadt und Land zu stärken, ist mehr als ein Wahlkampfthema, es ist ein Zukunftsthema“, betont agilis-Geschäftsführer Gerhard Knöbel. „Selbst ein durchschnittlich besetzter elektrischer Triebwagen ist schon dreimal so umweltfreundlich unterwegs wie ein durchschnittlich besetzter Pkw“, ergänzt Knöbel mit Verweis auf Studien des Umweltbundesamts.[1]

[1] Im Netz Mitte: Vergleich elektrischer Zug vs. Benziner. Gerechnet mit einer durchschnittlichen Zugauslastung von 28 Prozent.

[2] Im Netz Nord: Vergleich Diesel-Zug vs. Diesel-Pkw. Gerechnet mit einer durchschnittlichen Zugauslastung von 28 Prozent.

[3] INRIX Traffic Scorecard 2020, inrix.com

[4] Vergleich unter: www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0

Das Deutschland Abo-Upgrade: Ab sofort registrieren und ab 13.9. zwei Wochen lang den Nah- und Regionalverkehr bundesweit nutzen

Die Verkehrsunternehmen und -verbünde sagen Danke für die Treue der Stammkunden und -kundinnen in Zeiten der Pandemie: Mit dem Deutschland Abo-Upgrade können Abonnentinnen und Abonnenten des ÖPNV vom 13. bis 26. September 2021 den Nah- und Regionalverkehr mit Bus und Bahn bundesweit nutzen – und das ganz ohne weitere Kosten. Für das einmalige Upgrade ist lediglich eine Online-Registrierung erforderlich, die ab sofort unter www.besserweiter.de/abo-upgrade möglich ist.

 

Mit der Aktion #grüneaussichten, die am 15. Juni startet, will das regionale Eisenbahnunternehmen darauf aufmerksam machen, dass grüne Mobilität keine Zukunftsmusik ist. „Grüne Mobilität findet schon heute auf der Schiene statt“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen. Mit einem durchschnittlichen Treibhausgasausstoß von gerade einmal 55 Gramm pro Kilometer gilt die Bahn als eines der umweltschonendsten Verkehrsmittel. Ein Pkw stößt rund 143 Gramm aus.* „Wenn die Verkehrswende gelingen soll, führt also kein Weg an der Schiene vorbei“, so Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer von agilis. Darauf soll der Künstlerwettbewerb im Europäischen Jahr der Schiene, das den Zugverkehr europaweit stärken soll, aufmerksam machen.

Die bundesweite Gemeinschaftskampagne #BesserWeiter, die Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und Verkehrsunternehmen unter Federführung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) seit Pandemiebeginn umsetzen, will das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in den ÖPNV weiter stärken. Die in dieser Form einzigartige Aktion stellt dazu einen wichtigen Baustein dar, erläutert VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Für uns als Branche liegt das Augenmerk in den kommenden Monaten auf der Rückgewinnung der Fahrgäste. Natürlich haben wir  die Pandemieentwicklung weiter fest im Blick. Allerdings wissen wir aus inzwischen zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Studien, dass im ÖPNV kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Wir halten uns dabei strikt an die Empfehlung des RKI und an die jeweiligen Vorgaben von Bund und Ländern. Auf Basis der geltenden Corona-Schutzverordnungen und RKI-Empfehlungen kann die Aktion wie geplant stattfinden.“ Mit den schrittweisen Öffnungen und einer Rückkehr in den Alltag steigen auch die Fahrgastzahlen seit Sommer wieder an, inzwischen liegen sie in vielen Großstädten schon wieder bei 70 bis 75 % der vor Corona üblichen Nachfrage. „Für die Zukunft ist entscheidend, dass der ÖPNV wieder stärker genutzt wird, damit er seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann“, so Ingo Wortmann weiter.

Ein Dankeschön für treue Stammkundinnen und -kunden

Der coronabedingte Einbruch bei den Fahrgastzahlen hat bei den Verkehrsverbünden und -unternehmen zu erheblichen Einnahmeausfällen geführt, die durch zwei Rettungsschirme von Bund und Ländern in den Jahren 2020 und 2021 weitestgehend aufgefangen wurden. Dass die Verluste nicht noch höher ausgefallen sind, ist auch den vielen treuen Stammkunden und -innen zu verdanken, die ihre Abonnements trotz der Pandemie nicht gekündigt haben. Mit dem Deutschland Abo-Upgrade bedankt sich die Branche dafür, wie agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen unterstreicht: „Obwohl während der letzten Monate viele Stammkunden seltener gefahren sind als sonst, sind sie uns treu geblieben und wir sind Ihnen dafür einen Dank schuldig. Fast die gesamte Nahverkehrsbranche macht bei dieser Aktion mit, was ein starkes Signal ist. Die Verkehrswende darf nicht ins Stocken geraten.“

 

Trotz steigender Inzidenzen: Fahrgäste und Vertrauen kehren zurück

Im Rahmen der Gemeinschaftskampagne #BesserWeiter wird seit über einem Jahr regelmäßig der so genannte Vertrauensindex Bus und Bahn von einem unabhängig Marktforschungsinstitut erhoben. Der Index zielt darauf ab, dieses Vertrauen der Fahrgäste in den ÖPNV im Stile eines Trendbarometers messbar zu machen. Er zeigt an, wie es um das Vertrauen der Fahrgäste aktuell bestellt ist und wie es sich über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt. Die Datengrundlage hierzu liefert eine bevölkerungsrepräsentative Befragungsreihe. Ende August war nun die vorerst letzte Erhebung des Indexes. Und diese brachte mit 49,3 Punkten den höchsten Vertrauenswert aller bisherigen Messungen. Der Tiefstwert war im Dezember 2020 mit 41,6 gemessen worden. Neben den Fahrgästen, die seit Monaten in Busse und Bahnen zurückkehren, steigt also auch das Vertrauen der Menschen in den ÖPNV langsam wieder an: www.besserweiter.de/vertrauensindex-bus-und-bahn.

 

 

Die Aktion im Einzelnen: Start zur europäischen Mobilitätswoche

Das Deutschland Abo-Upgrade gilt zwei Wochen. Der Aktionszeitraum beginnt pünktlich zum Start der europäischen Mobilitätswoche am Montag, den 13. September und läuft bis einschließlich Sonntag, 26. September 2021. Berechtigt sind Kundinnen und Kunden des öffentlichen Nahverkehrs mit gültigen Abo-Tickets. Das Upgrade gilt in allen teilnehmenden Verkehrsverbünden und -unternehmen. Um mitzumachen, müssen sich Kunden und Kundinnen einmalig auf der Website von #BesserWeiter registrieren. Das ist ab sofort möglich. Anschließend erhalten sie das Abo-Upgrade als Ticket per Mail zugeschickt. In Kombination mit ihrem gültigen ÖPNV-Abo kann damit im Aktionszeitraum in rund 95 Prozent aller Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen gefahren werden, ganz ohne zusätzliche Kosten. Um auch mit ICE, IC oder EC kostengünstig zu reisen, können Abonnenten und Abonnentinnen des öffentlichen Nahverkehrs darüber hinaus im Aktionszeitraum eine Probe-BahnCard für drei Monate zum vergünstigten Preis von 9,90 Euro erwerben. Auch hierfür ist die Anmeldung ab sofort möglich. Alle Infos zum Deutschland Abo-Upgrade und den teilnehmenden Verkehrsverbünden und -unternehmen gibt es unter www.besserweiter.de/abo-upgrade.

 

Hinweis:

Die Umsetzung der Aktion ist abhängig von den aktuellen Pandemieentwicklungen. Fahrgäste sollten sich grundsätzlich vor Fahrtantritt vor Ort über die geltenden Corona-Regelungen in Bezug auf die Bus- und Bahnnutzung informieren.

Bild: Fahrgäste mit einem gültigen ÖPNV-Abonnement können Mitte September bundesweit ohne zusätzliche Kosten Nahverkehrsangebote nutzen.

*Archivbild

Europäisches Jahr der Schiene: agilis startet grünen Künstlerwettbewerb

Ein Zug, der von außen wie ein Urwald wirkt? Warum nicht. Um zu zeigen, wie umweltschonend Zugfahren ist, startet agilis im Europäischen Jahr der Schiene einen Künstlerwettbewerb, der im Zeichen der Nachhaltigkeit steht: Alle Künstlerinnen und Künstler aus der Region sind dazu aufgerufen, bis zum 31. August Ideen einzusenden, wie sie das Motto #grüneaussichten gestalterisch umsetzen würden – vom ökologischen Zugdesign bis hin zur Fotoausstellung im Abteil. Die Gewinneridee wird umgesetzt und mit einer Prämie belohnt.

Mit der Aktion #grüneaussichten, die am 15. Juni startet, will das regionale Eisenbahnunternehmen darauf aufmerksam machen, dass grüne Mobilität keine Zukunftsmusik ist. „Grüne Mobilität findet schon heute auf der Schiene statt“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen. Mit einem durchschnittlichen Treibhausgasausstoß von gerade einmal 55 Gramm pro Kilometer gilt die Bahn als eines der umweltschonendsten Verkehrsmittel. Ein Pkw stößt rund 143 Gramm aus.* „Wenn die Verkehrswende gelingen soll, führt also kein Weg an der Schiene vorbei“, so Gerhard Knöbel, kaufmännischer Geschäftsführer von agilis. Darauf soll der Künstlerwettbewerb im Europäischen Jahr der Schiene, das den Zugverkehr europaweit stärken soll, aufmerksam machen.

1.000 Euro Siegerprämie

Kunstschaffende aus der Region können sich ab sofort bewerben. Einzige Voraussetzung ist, dass sie im agilis-Netzgebiet tätig sind. Erlaubt sind alle Formen der Kunst, egal ob Song, Performance oder ein ausgefallenes Zugdesign. Die beste Idee wird mit 1.000 Euro prämiert. Der Gewinner erhält außerdem die Möglichkeit, seine Arbeit öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Sprich, durch das agilis-Netz könnte sich schon bald ein auffällig beklebter Zug schlängeln oder mitten in der Bahn ein Dance-Act stattfinden. Die schönsten Arbeiten werden zudem in einer Ausstellung zu besichtigen sein: „Uns war es wichtig, nicht nur dem Umweltschutz eine Bühne zu geben“, betont Hennighausen, „sondern auch den Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, die es in den vergangenen Monaten nicht einfach hatten.“

Themenwoche vom 16. bis 22. September

Um den Gewinner zu küren, hat sich die regionale Bahn Unterstützung geholt. Eine Jury, die unter anderem aus Vertretern des Kunst- und Designbereichs sowie der Eisenbahnbranche besteht, wird unter allen Einsendungen gemeinsam den Sieger wählen. Die Entscheidung wird in der Europäischen Mobilitätswoche verkündet (16.-22. September). In dieser Woche wird agilis das Thema „Nachhaltig mobil mit dem Zug“ noch einmal von allen Seiten beleuchten.

Jetzt am Künstlerwettbewerb teilnehmen!

Wer am Künstlerwettbewerb teilnehmen will, schickt eine ausführliche Beschreibung, Skizze oder Ausarbeitung seiner Idee an die E-Mail-Adresse grueneaussichten@agilis.de oder füllt auf der agilis-Website unter www.agilis.de/grueneaussichten das Teilnahmeformular aus. Einsendeschluss ist der 31. August 2021.

Von Zugtaufen, Fahrten zum Mond und Sandsäcken: Zehn außergewöhnliche Fakten zum zehnjährigen Jubiläum von agilis im Netz Nord

Am 12. Juni 2011 nahm agilis im Dieselnetz Oberfranken den Betrieb im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) auf. Damit rollen die grün-grauen Züge nun schon eine Dekade durch die Region. Zum zehnjährigen Jubiläum liefern wir zehn Fakten der etwas anderen Art über agilis:

  1. Der Mittelpunkt des weitverzweigten agilis-Netzes, an dem auch unsere oberfränkische Verwaltungsstelle sitzt: Rund 10.000 Mal sind unsere agilis-Züge in den letzten zehn Jahren durch den Bayreuther Hauptbahnhof gefahren.
  2. Eine ganz schön hohe Laufleistung: Die Strecke um den Äquator wurde von der gesamten agilis-Fahrzeugflotte bisher circa 1.200 Mal zurückgelegt.
  3. Mindestens 1.000.000 Mal schenkten unsere Servicekräfte unseren Fahrgästen ein Lächeln. Auch deswegen schneidet agilis im jährlichen BEG-Serviceranking in punkto Freundlichkeit und Fahrgastorientierung immer tadellos ab.
  4. Die Region liegt agilis am Herzen: Im Netz Nord, wie wir das Dieselnetz Oberfranken auch nennen, wurden deshalb bis heute neun Züge auf Städe- oder Ortsnamen wie Ebermannstadt oder Bad Rodach getauft.
  5. agilis blickt gerne über den Tellerrand: Mit 12 Sonderzugfahrten wie zum Beispiel den Zügen zur Weidenberger Kellernacht oder dem Firmenausflug nach Passau haben wir unsere eingetretenen Pfade gemeinsam mit unseren Kunden verlassen.
  6. Wie viele Sandsäcke das wohl waren? Fast 60 Tonnen Sand wurden zum Bremsen bei Schnee und Laub auf der Schiene verteilt.
  7. Hereinspaziert: Eine Fahrzeugtür hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre durchschnittlich 280.000 Mal geöffnet.
  8. Fahrgastinformation am laufenden Band: Die Ansage „Nächster Halt: Hof Hauptbahnhof“ ertönte rund 202.000 Mal in den agilis-Zügen.
  9. Maximale Servicequalität: Als erstes Eisenbahnverkehrsunternehmen überhaupt erreichte agilis mit dem Dieselnetz Oberfranken den Höchstwert von 100 Punkten im Ranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. In diesem Messsystem werden alle bayerischen Eisenbahnen bewertet.
  10. agilis investiert in die Zukunft: Mehr als 200 Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer hat das Unternehmen inzwischen selbst qualifiziert. Viele von ihnen durften sich jetzt über eine Urkunde und ein Präsent für die zehnjährige Betriebszugehörigkeit freuen. Die Qualifizierung geht laufend weiter – Interessierte finden alle Informationen unter www.agilis.de/karriere.

„Wir bedanken uns bei unseren Fahrgästen für ihre Treue. Sowohl positives Feedback als auch konstruktive Kritik sind für uns ein großer Ansporn, die nächsten zehn Jahre mindestens genauso motiviert anzugehen. Die oberste Priorität hat für uns, die Servicequalität im Sinne unserer Kunden immer weiter auszubauen”, so Dr. Axel Hennighausen, agilis-Geschäftsführer. Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die agilis teilweise schon von Anfang an begleiten, spricht Hennighausen seinen Dank aus: „Unser Team kann durch das Engagement jedes einzelnen auf zehn sehr erfolgreiche Jahre im Netz Nord zurückblicken. Wir sind stolz auf das, was wir in unserem Streckennetz erreicht haben. Allen voran auf die regelmäßigen Bestplatzierungen im BEG-Ranking zur Servicequalität.“

 

Die angedachten Feierlichkeiten zum Jubiläum werden möglichst bald nachgeholt. Bis es soweit ist, dürfen sich agilis-Fahrgäste in den kommenden Wochen auf ausgewählten Zügen über eine kleine Überraschung freuen. Außerdem findet ein Jubiläumsspendenwettbewerb statt, in dem Vereine, Organisationen und Initiativen bis zu 2.000 Euro für ihr Herzensprojekt gewinnen können.

Seit zehn Jahren ist agilis im netz Nord unterwegs. Foto: agilis.

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Die grün-grauen Züge von agilis rollen nun seit einer Dekade durch die Region. Foto: agilis/Uwe Miethe

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Mehr Informationen:

www.agilis.de/10-jahre

Herzenssache: Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ im Netz Mitte unterstützt soziale Projekte in der Region

Der Jugendzeltplatz in Tapfheim, die Hundestaffel des BRK in Kelheim und die Kinderfeuerwehr in Oberweiling konnten ihr Glück kaum fassen, als sie letztes Jahr im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ die ersten Plätze abräumten. Auch dieses Jahr haben Vereine, Organisationen und Initiativen aus der Region wieder die Chance, für ihr Engagement bis zu 1.000 Euro zu gewinnen. Bewerbungen können ab sofort bei der regionalen Bahn eingereicht werden.

 

„Unsere Vereine und ehrenamtlichen Helfer sind das Herz der Region – das konnte man in den letzten Monaten mehr denn je spüren“, sagt agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen. Obwohl das Vereinsleben weitgehend stillstand, seien viele weiterhin am Ball geblieben, etwa durch digitale Betreuungsformate. Mit dem Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ will das Eisenbahnunternehmen den Einsatz der Ehrenamtlichen würdigen und soziale Projekte im Netzgebiet unterstützen. Der erste Platz ist mit 1.000 Euro dotiert. Für Platz zwei und drei gibt es 500 Euro und 250 Euro zu gewinnen. Eingereicht werden können alle Projekte, die im agilis Netz Mitte angesiedelt sind – egal ob sie bereits umgesetzt werden oder noch in Planung sind.

 

Große Nachfrage

„Etwas Unterstützung können momentan wohl alle Vereine gebrauchen“, betont Dr. Axel Hennighausen. Das hat nicht zuletzt die hohe Nachfrage im vergangenen Jahr gezeigt.  „Am liebsten hätten wir alle Projekte unterstützt“, so der agilis-Geschäftsführer. Welche Projekte auf dem Siegertreppchen landen, entscheidet auch in diesem Jahr wieder die „agilis kommt an“-Jury. Besetzt ist sie mit agilis-Beschäftigten aus den verschiedensten Bereichen – vom Lokführer bis hin zum Werkstattmitarbeiter. Gemeinsam bewerten sie die Projekte nach den Kriterien „Projektidee und -ziel“, „Gemeinnützigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufbereitung der Bewerbung“.

Bewerbung bis zum 31. Juli möglich

Die Bewerbungsunterlagen für den Spendenwettbewerb können ab sofort bis 31.07.2021 eingereicht werden:

agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG

Stichwort „agilis kommt an“

Galgenbergstraße 2a

93051 Regensburg

Bedingung ist, dass die Projekte aus den Bereichen Gesellschaft, Sport, Kultur, Jugendförderung, Bildung oder Integration stammen.