Engagement ausgezeichnet: agilis kürt Gewinner im Spendenwettbewerb „agilis kommt an“

Die Sieger des Spendenwettbewerbs „agilis kommt an“ im Netz Nord stehen fest. Bei einer symbolischen Scheckübergabe am 19. Januar in der Bayreuther Verwaltung des Eisenbahnunternehmens wurden die drei Gewinnervereine mit insgesamt 2.250 Euro geehrt.

Mit dem Spendenwettbewerb „agilis kommt an“ würdigt agilis jährlich soziale Projekte und ehrenamtliches Engagement in der Region. Die agilis-Jury hat sich im Netz Nord für drei Projekte aus den Bereichen Naturschutz, Kultur und Soziales entschieden.

Platz 1: Bund Naturschutz e.V. Ortsgruppe Speichersdorf

Dr. Axel Hennighausen, agilis-Geschäftsführer; Romy Christl, SG Klimaschutz, Gemeinde Speichersdorf; Verena Porsch, Leiterin Kindergruppe, BUND e.V. OG Speichersdorf (von links)

Ein öffentlicher Naschgarten der Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Speichersdorf hat die Jury in diesem Jahr überzeugt. Das Projekt wurde auf den mit 1.000 Euro dotierten Platz 1 des Spendenwettbewerbs „agilis kommt an“ gewählt. Bei dem Garten handelt es sich um einen Ort, an dem heimische Obst-, Gemüse- und Beerensorten wachsen. Das Besondere daran: Der Naschgarten ist öffentlich. Jeder Besucher und jede Besucherin kann dort ernten und probieren. Ziel ist es, Kindern und Erwachsenen die heimischen saisonalen Früchte näherzubringen und das Bewusstsein für saisonales Essverhalten zu steigern. Der Naschgarten wird mit der örtlichen Kindergruppe des BUND gestaltet und bepflanzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Platz 2: Sisonetz e.V. Weidenberg

Dr. Axel Hennighausen, agilis-Geschäftsführer; Wolfgang Minier, Projektleiter SiSoNetz Weidenberg e.V.; Ulrich Kuhlmann, Projektmitarbeiter, SiSoNetz Weidenberg e.V. (von links)

Auf Platz zwei, dotiert mit 750 Euro, folgt der Verein Sisonetz e.V. aus Weidenberg. Der Verein widmet sich speziell dem Thema Demenz auf dem Lande, das vielfach noch tabuisiert wird. Durch Vorträge, spezielle Filmvorführungen sowie eine kostenlose Ausbildung zum Demenz-Partner trägt Sisonetz das Thema ins Bewusstsein der Bevölkerung. Mit der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg setzt der Verein das Projekt “Demenzsensible Kommune” um. Hierbei versuchen die Beteiligten, andere Vereine und Geschäftsleute für das Thema zu sensibilisieren. Sowohl der Fahrdienst mit Begleitung als auch die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sind kostenlos. Mit dem Spendengeld wird Sisonetz weitere Spiele anschaffen und in den beliebten Bereich Unterhaltung investieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Platz 3: Kulmbacher Literaturverein e.V.

Dr. Axel Hennighausen, agilis-Geschäftsführer; Karin Minet, Vorsitzende Kulmbacher Literaturverein e.V.; Klaus Köstner, stv. Vorsitzender, Kulmbacher Literaturverein e.V. (von links)

Mit Platz 3 und einer Spende von 500 Euro würdigt die agilis-Jury die Aktivitäten des Kulmbacher Literaturvereins. Der rund 80 Mitglieder zählende Verein engagiert sich weit über Lesungen und Literaturstammtische hinaus. So wendet sich der Literaturverein mit Schreibwerkstätten und -wettbewerben gezielt an Jugendliche. Zudem engagieren sich die Mitglieder im Bereich Integration, unter anderem durch Aktionen in Behinderten- und Altenheimen sowie dem Hauptprojekt, der Schreibwerkstatt „Grenzenlos“. Dabei soll durch niederschwellige Sprachförderung die Eingliederung geflüchteter Menschen gefördert werden. Eine Flüchtlingszeitung, ein „Buch ohne Grenzen“, ein Podcast sowie Auftritte bei Veranstaltungen sind so entstanden. Dafür erhielt der Verein 2021 den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken.

 Respekt für gemeinnütziges Engagement

„Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr eine so große Vielfalt unterschiedlicher Vereine und Aktivitäten unter den Bewerbungen hatten. Da war es nicht leicht für unsere Jury, eine Wertung durchzuführen. Denn jeder und jede, der oder die sich in irgendeiner Form für unsere Gesellschaft engagiert, hat für diese wichtige Aufgabe unsere Anerkennung verdient“, betont agilis-Geschäftsführer Dr. Axel Hennighausen bei der Scheckübergabe in Bayreuth.

Die Jury setzte sich auch 2023 aus verschiedenen Berufsgruppen im Unternehmen zusammen, darunter ein Triebfahrzeugführer, eine Servicekraft im Zug sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Werkstatt und der Verwaltung. Bewertet wurden die Projekte nach den Kriterien „Projektidee und –ziel“, „Gemeinnützigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufbereitung der Bewerbung“.

Alltagshelden gesucht: Vorschläge für „Eisenbahner mit Herz“ noch bis 31. Januar möglich

Deutschlands Eisenbahner haben es in Zeiten des Fachkräftemangels nicht leicht. Um zu unterstreichen, wie  wichtig ihre Arbeit für die Gesellschaft ist, kürt das gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene jedes Jahr den „Eisenbahner mit Herz“. Fahrgäste können noch bis 31. Januar Vorschläge einreichen – für Mitarbeitende aus dem Bahnbetrieb, die sie besonders unterstützt, bewegt oder gerührt haben.

„Das kann zum Beispiel ein Zugbegleiter sein, der Müttern mit Kinderwägen beim Bahnsteigwechsel hilft. Oder eine Lokführerin, die älteren Menschen das Gepäck in den Zug hebt“, erklärt Jennifer Raab, Streckenmanagerin bei agilis. Indem agilis-Fahrgäste ihre Reisegeschichte bei dem deutschlandweiten Wettbewerb einreichen, nominieren sie besonders hilfsbereite und engagierte Mitarbeitende für die Wahl des „Eisenbahners mit Herz“.

„Für viele unserer Triebfahrzeugführer und Servicekräfte ist es eine Auszeichnung und eine zusätzliche Motivation, wenn ein Fahrgast sie für die Ehrennadel vorschlägt“, so Raab. agilis würde sich daher sehr über eine rege Beteiligung am Wettbewerb freuen.

Die Teilnahme ist einfach: Fahrgäste müssen lediglich auf der Webadresse www.eisenbahner-mit-herz.de ihr besonderes Reiseerlebnis kurz schildern und an das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene absenden. Aus allen Nominierten wählt dann eine Jury, die mit Vertretern aus Fahrgastverbänden und Bahngewerkschaften besetzt ist, im Mai die Bundes- und Landessieger aus. Darüber hinaus können Fahrgäste vom 1. bis 31. März 2024 wieder selbst abstimmen und den Publikumspreis „Social Media Hero“ vergeben.

Teilnahme und Voting finden auf der Website www.eisenbahner-mit-herz.de statt.

Neue Automaten, mehr Regionalbahnen und länderübergreifender Verkehr im agilis Netz Nord

Im agilis Netz Nord in Oberfranken gibt es zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen. Mit der Betriebsaufnahme des Regionalverkehrs Oberfranken (RVOF) wachsen die Zugkilometer um 16% auf dann 5,3 Millionen. Die Züge werden zum Fahrplanwechsel mit einem neuen Informationsbildsschirm ausgestattet und mit kostenfreiem WLAN ausgerüstet. Reisende müssen Fahrkarten künftig vor dem Einstieg am Bahnsteig oder online kaufen und nicht wie bisher im Zug.

Fahrgäste haben ab dem Fahrplanwechsel attraktivere Verbindungen im agilis-Netz Nord. (Foto: Patricia Lucas)Fahrkartenkauf vor der Fahrt
Die wichtigste Änderung für Fahrgäste gibt es beim Fahrkartenverkauf: Reisende müssen ihr Ticket ab dem Fahrplanwechsel bereits vor dem Einsteigen am Bahnsteig kaufen und nicht wie bisher im Zug. Dafür wurden an den Bahnhöfen und Haltepunkten in den vergangenen Monaten 75 neue Automaten installiert. 46 davon sind völlig neu, der Rest ersetzt vorhandene Geräte. Mit dem Fahrplanwechsel werden die Automaten in den Zügen außer Betrieb genommen und durch Info-Bildschirme ersetzt. Der Fahrkartenkauf beim Zugpersonal ist dann nur noch in Ausnahmefällen möglich. Bis alle Fahrgäste mit dem neuen System vertraut sind, wird es bei den Ticketkontrollen eine Kulanzregelung geben. Fahrkarten gibt es auch online unter www.agilis-tickets.de

Mehr Züge – dichterer Takt
Im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, werden einige Taktlücken im Fahrplan geschlossen und das Angebot einiger Morgen- und Abendverbindungen ausgebaut. Vor allem Verbindungen von und nach Hof profitieren von der Verbesserung. So bieten z.B. die von agilis betriebenen Regionalbahnlinien RB 96 nach Selb-Stadt, RB 99 nach Neuenmarkt-Wirsberg und RB 97 nach Bayreuth und Bad Steben ein verdichtetes Zugangebot. Zwischen Münchberg und Helmbrechts verkehren an Wochentagen die Züge künftig im Stundentakt, jeder zweite davon bis Hof. Auch zwischen Bayreuth und Weiden gibt es eine neue Frühverbindung ab 5:40 Uhr, die in Weiden Anschluss an den RE 2 über Regensburg nach München hat. agilis wird dafür vier zusätzliche Fahrzeuge in Betrieb nehmen.

Mit agilis über die Grenzen
Neu im agilis Netz Nord ist die Verbindung nach Tschechien. Ab dem Fahrplanwechsel verkehren die grün-grauen Züge in Kooperation mit České dráhy (ČD) auf der RB 95 im Zweistundentakt von Hof über Aš und Cheb bis nach Marktredwitz. Mit dieser neuen Anbindung rücken Oberfranken und Tschechien verkehrstechnisch ein großes Stück näher zusammen. Zudem reicht das agilis Netz Nord dann mit der Verbindung Hof – Gutenfürst über die bayerische Grenze hinaus bis nach Sachsen.

Mehr Service im Zug
Auch in den agilis-Zügen verbessert sich zum Fahrplanwechsel das Serviceangebot. So steht allen Fahrgästen ab dann ein kostenloser WLAN-Anschluss zur Verfügung. Freunden schreiben, E-Mails checken, online shoppen – all das können unsere Fahrgäste dann ganz bequem im Zug. Anstelle der Fahrkartenautomaten informieren neue Info-Bildschirme die Fahrgäste in Echtzeit über Details der Fahrt sowie über Anschlussmöglichkeiten.

Die neuen Fahrpläne gibt es ab sofort online unter www.agilis.de/fahrplaene und ab dem Fahrplanwechsel in den Zügen.

Foto: Fahrgäste haben ab dem Fahrplanwechsel attraktivere Verbindungen im agilis-Netz Nord. (Foto: Patricia Lucas)