Neues Liniennummernsystem für Bayerns Regionalverkehr

Das Bahnland Bayern ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gewachsen: Es gibt 50 Prozent mehr Angebot, mehr Linien und auch mehr Unternehmen, welche die Fahrgäste bequem und sicher an ihr Ziel bringen. Damit diese Angebotsvielfalt übersichtlich bleibt, führt die BEG zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 bayernweit einheitliche Linienbezeichnungen ein. Sie folgen einem leicht verständlichen System, geben den Fahrgästen klare Orientierung und machen das Bahnfahren noch ein wenig einfacher.

Durchgängig einheitlich

Systematische Liniennummern haben sich in anderen Bundesländern bereits bewährt. Auch in Bayern kann sich nun jeder Fahrgast leicht und gut orientieren – jederzeit und überall, über alle Fahrgastinformationsmedien hinweg.

Beständig

Die neutral und betreiberunabhängig vergebenen Liniennummern sind eindeutig, auch über Verbund- und Ländergrenzen hinweg. Die Bezeichnungen bleiben in der Regel auch nach einem Betreiberwechsel erhalten.

Leicht verständlich

Das System ist eindeutig und übersichtlich. Die Bezeichnungen sind einprägsam und definieren die Züge unverwechselbar. “Regionalexpress” (RE), “Regionalbahn” (RB) und “S-Bahn” (S) beschreiben Verlauf und Charakter einer Linie.

So funktioniert das Liniennummernsystem:

  • Linienbezeichnungen setzen sich künftig bayernweit einheitlich aus einer Produktbezeichnung (RE, RB, S) und einer maximal zweistelligen  Nummer zusammen, zum Beispiel RE 18, RB 15.
  • Die Linienbezeichnungen sind eindeutig. In Bayern gibt es jede in der Regel nur ein Mal.
  • Die neuen Linienbezeichnungen werden künftig überall eingesetzt und erleichtern so die Orientierung.
  • Die Produktbezeichnung zeigt vor allem an, wie häufig ein Zug fährt und wie oft er hält – und damit wie schnell man entsprechend unterwegs ist: Ein Regionalexpress (RE) hält nur an ausgewählten Stationen. In der Regel sind dies größere Orte und Knotenbahnhöfe mit Umsteigemöglichkeiten. Eine Regionalbahn (RB) hält in der Regel an allen Stationen entlang einer Strecke, auch in kleinen Ortschaften – es sei denn eine S-Bahn fährt parallel. Eine S-Bahn (S) verbindet das Zentrum der Metropolen mit ihrem Umland. Sie bedient alle Stationen entlang einer
    Strecke, auch viele Stationen innerhalb der Großstädte und fährt in der Regel in einem engeren Takt als Regionalbahnen.
  • Die Nummerierung gibt einen Hinweis auf die Bedeutung und Verortung der Linien. Hauptlinien haben einstellige Nummern (1, 2, 3 etc.) oder volle Zehnernummern (10, 20, 30 etc.). Nebenlinien, die von diesen Hauptlinien abzweigen oder sie auf kürzeren Abschnitten begleiten, beginnen mit derselben Ziffer wie diese Hauptlinien.
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Die neuen Liniennummern im agilis-Netz Mitte

Die neuen Liniennummern im agilis-Netz Nord

Sie kennen sich jetzt mit dem neuen Liniennummernsystem in Bayern aus?

Dann machen Sie doch mit bei unserem Gewinnspiel!

Einfach hier klicken

Gewinnspiel zum neuen Liniennummern-system

Ab dem diesjährigen Fahrplanwechsel am 13. Dezember gilt im Bahnland Bayern das Liniennummernsystem für den Regionalverkehr. In den agilis-Netzen ändern sich daher nicht nur die bisher bekannten Linienfarben, sondern es werden auch Liniennummern mit dazugehörigen Zuggattungen (RB, RE) eingeführt.

Im Netz Mitte verkehren die Züge künftig unter den Liniennamen RB 15, RB 17, RE18  (Ulm Hbf – Donauwörth – Ingolstadt Hbf – Ingolstadt Nord – Ingolstadt Hbf – Regensburg Hbf – (Plattling – Passau Hbf)) sowie RB 51 (Neumarkt – Regensburg Hbf – Straubing – Plattling).

RB 18 (Coburg – Bad Rodach), RB 22 (Forchheim – Ebermannstadt), RB 24 (Coburg – Bayreuth Hbf – Marktredwitz – Hof Hbf – Bad Steben), RB 26 (Bamberg – Ebern), RB 34 (Weiden – Weidenberg), RB 96 (Hof Hbf – Selb Stadt), RB 97 (Bad Steben – Bayreuth Hbf), RB 98 (Münchberg – Helmbrechts) sowie RB 99 ((Neuenmarkt-Wirsberg) – Münchberg – Hof Hbf) lauten die Linienbezeichnungen für das Netz Nord.

Gewinnspiel

Gewinnen Sie ein tolles agilis-Futterhäuschen und unterstützen Sie damit die Vögel in Ihrer Region! Was Sie dafür tun müssen? Informieren Sie sich über das neue Liniennummernsystem und beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage. Dazu füllen Sie das Kontaktformular vollständig aus – mit etwas Glück gehören Sie zu den Gewinnern!




    Teilnahmebedingungen:
    Teilnahme ab 18 Jahren. Unter allen Teilnehmern entscheidet das Los. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Die personenbezogenen Daten werden ausschließlich für diese Gewinnermittlung gespeichert, eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr Infos unter agilis.de/datenschutz. Das Gewinnspiel endet am 31.12.2020 um 24:00 Uhr.

    agilis behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung zu beenden, wenn aus technischen oder rechtlichen Gründen eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet werden kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von agilis sowie ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Im Fall des Gewinns akzeptiert der Teilnehmer, dass sein Vorname, Nachname und Wohnort von agilis in den Medien veröffentlicht werden. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

    So flexibel wie Sie: Das 10er TagesTicket

    Unser Tipp für alle Gelegenheitspendler – flexibel fahren und sparen!

     

    Unser Alltag ist dynamischer geworden. Jetzt gibt es ein Ticket, das sich an Ihre Bedürfnisse anpasst. Sie fahren nicht mehr jeden Tag ins Büro oder sind grundsätzlich nur ab und zu unterwegs, zum Beispiel zum Einkaufen? Mit dem 10er TagesTicket entscheiden Sie selbst, wann Sie fahren. Und zwar besonders preiswert und flexibel!

    Das 10er TagesTicket beinhaltet zehn Tageskarten für Ihre individuelle Strecke*, die innerhalb einer Geltungsdauer von 30 Tagen abgefahren werden können.

    Ab dem ersten Geltungstag können Sie Ihre zehn Reisetage frei wählen und das 10er TagesTicket auf der gewählten Verbindung* jeweils ganztägig nutzen. Einfach das Datum für den Reisetag eintragen und los geht’s.

    Ihre Vorteile:

    • Flexibel: Flexible Wahl der Nutzungstage innerhalb von 30 Tagen
    • Preiswert: Sparen Sie bis zu 33 Prozent im Vergleich zur Einzelfahrt oder Monatskarte
    • Individuell: Sie können Ihre individuelle Pendlerstrecke* frei wählen
    • Direkt: Das 10er TagesTicket erhalten Sie ohne langes Antragsverfahren direkt am Automaten, im Reisezentrum oder bequem online.

    Preisbeispiele im Vergleich:

    Strecke*: 10er Ticket:            Monatsticket:
    Bayreuth Hbf – Harsdorf 54,60 EUR 81,90 EUR
    Hof – Bad Steben 96,10 EUR 144,10 EUR
    Regensburg Hbf – Plattling 170,40 EUR 255,60 EUR
    Ingolstadt Hbf – Ulm Hbf 190,90 EUR 286,30 EUR

    Das Ticket erhalten Sie ab sofort in unseren Kundencentern und Agenturen, unter www.10er-tagesticket.de und über unsere Automaten.

    Weitere Informationen zum Ticket finden Sie hier.

    *Bitte beachten Sie, dass das 10er TagesTicket nicht auf Strecken gilt, die vollständig in einem Verbund oder Landestarif liegen.

    Ingolstadt: Quereinsteiger-Ausbildung gestartet

    Wir begrüßen unsere neuen Quereinsteiger!

    Am 2. November begannen zehn angehende Triebfahrzeugführer und Triebfahrzeugführerinnen ihre Ausbildung bei agilis. In neun Monaten lernen sie alles was man braucht um die agilis-Triebwagen zu fahren. Zum ersten Mal findet die Umschulung in Ingolstadt statt und ist damit noch näher an den künftigen Einsatzorten im Donautal.
    Sie möchten sich beruflich verändern? Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit bietet Ihnen Ihr aktueller Beruf vielleicht nicht mehr die Sicherheit, die Sie sich wünschen. Unser Quereinstieg kann Ihnen die Möglichkeit bieten, einen neuen Weg einzuschlagen.
    Mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.agilis.de/quereinstieg oder schauen Sie hier, welche Auszubildenden im Oktober im Netz Nord gestartet sind.

    Spenden-wettbewerb: Das sind die Siegerprojekte 2020

    Sie halten unsere Gesellschaft zusammen: all die Vereine und sozialen Einrichtungen in unserer Region. Beim agilis Spendenwettbewerb werden drei Gewinner für ihr Engagement jedes Jahr ausgezeichnet. Das sind die Siegerprojekte 2020.

    Netz Mitte

    Im Netz Mitte nahmen die Gewinner ihre Siegerprämien am 29. September entgegen. Die Freude war bei allen groß: Weil agilis im Netz Mitte dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert, wurden die Spendengelder kurzerhand verdoppelt:

     

    2.000 Euro gab es für den ersten Platz, den sich der Kreisjugendring Donau-Ries sicherte. Er setzt sich für eine jugend- und familienfreundliche Zukunft ein. Als konkretes Projekt wird die Modernisierung des Jugendzeltplatzes in Tapfheim gefördert, dessen sanitäre Anlagen dringend erneuert werden müssen.

    Den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Platz erreichte die BRK-Hundestaffel Kelheim, die letztes Jahr im Mai gegründet wurde. Derzeit hat sie neun einsatzfähige Hunde-Teams, für die nun – auch mit Hilfe der Spende von agilis – weitere GPS-Geräte angeschafft werden.

    Und der 3. Platz und damit 500 Euro gingen an die Feuerwehr Oberweiling für ihr Projekt einer Kinderfeuerwehr. Mit dem Geld können Fahrkarten für Ausflüge oder Experimentierkästen für die Ausbildung der 6- bis 12-Jährigen bezahlt werden.

    Bild 1: Über den ersten Platz freute sich der Kreisjugendring Donau-Ries.

    Bild 2: Den ersten Platz im Netz Nord sicherte sich die Gemeindebücherei Trebgast.

    Netz Nord

    Die Spendenübergabe für das Gebiet Netz Nord fand am 2. Oktober statt. Auch hier hatte die Jury die Qual der Wahl – und es war nicht leicht, aus sehr vielen Bewerbungen die drei Sieger zu bestimmen.

     

    1.000 Euro gingen an den Erstplatzierten, die Bücherei Trebgast, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Trebgast betrieben wird und erst im Frühling 2020 in neue Räume neben dem Bahnhof umgezogen ist. Mit dem gewonnenen Geld soll unter anderem das Angebot für Kinder ab 12 Jahren ausgebaut sowie der Bestand für die Kleinen und die Erwachsenen erneuert werden.

    500 Euro erhielt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Marktleuthen für ihre Kinderfeuerwehr, mit welcher der Nachwuchs an gesellschaftliche Aufgaben herangeführt wird. Benötigt wird die Finanzspritze etwa für ein Konzept zur Anwerbung von Kindern und Jugendlichen.

    Auf den dritten Platz kam die Wasserwacht Bad Staffelstein, die vor allem auf regionalen Badeseen und im Winter auf dem Main im Einsatz sind. Die Spende soll in die Jugendarbeit fließen, zu der auch Zeltlager und Hüttenwochenenden gehören.

    Neue Ausbildungsgruppe gestartet!

    Zwölf Männer und Frauen haben bei agilis in Bayreuth gerade ihre Ausbildung zum Triebfahrzeugführer begonnen. Alle von ihnen sind Quereinsteiger, das heißt sie haben bereits in anderen Jobs gearbeitet und möchten sich nun beruflich verändern. Innerhalb von neun Monaten lernen sie in theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten alles, was für ihren neuen Beruf wichtig ist.

    Wir wünschen den neuen Auszubildenden viel Erfolg!

    Sie haben auch Interesse an einem Quereinstieg?

    Bewerben kann sich jeder, der über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt – der berufliche Hintergrund und das Alter sind dabei zweitrangig.
    Alle Informationen finden Sie hier: www.agilis.de/quereinstieg.

    #daheimunterwegs: Regionenentdecker aufgepasst!

    Sophia aus Regensburg wanderte letzte Woche im Rahmen der Kampagne #daheimunterwegs auf dem DonAUwald Premiumwanderweg in Bayerisch-Schwaben. Sie war auf dem 14 Kilometer langen DonAUwald Weg von Gundelfingen nach Dillingen unterwegs, vorbei am Faiminger Stausee, einem der größten Vogelzugrastplätze in Süddeutschland, entlang der Brenz und auf schmalen Pfaden durch die wild-romantische Natur des DonAUwalds.

     

    Auf ihrem Blog „Sophia’s Welt“ berichtet sie ausführlich über ihre Tagestour: angefangen von der Anreise mit agilis, über die Wanderetappe bis hin zu allen wichtigen Fakten. Schauen Sie doch mal rein: www.sophias-welt.de/wandern-in-bayerisch-schwaben-nachhaltig-daheimunterwegs-mit-agilis.

    Sie suchen noch nach einem Ausflugsziel in Bayern, möchten aber nicht wandern?

    Auf der Webseite www.agilis.de/daheimunterwegs werden Sie sicherlich fündig! Dort haben wir viele Tipps in den Rubriken „Aktiv“, „Genuss“, „Kultur“, „Natur“ und „Wellness“ aufgelistet, die alle bequem mit agilis erreichbar sind.

    Werden Sie zum Regionenentdecker!

    Wir verlosen zu jeder Region einen von 13 agilis-Turnbeuteln „#daheimunterwegs“ mit Ihrer Lieblingsregion. Jetzt auf Instagram mitmachen und gewinnen.

    So geht’s:

    1. Folgen Sie @agiliseisenbahn auf Instagram.

    2. Posten Sie ein Bild Ihres Ausflugs zu einem der auf agilis.de/daheimunterwegs vorgestellten Ziele unter dem Hashtag #daheimunterwegs und verlinken Sie @agiliseisenbahn darauf.

    3. Mit etwas Glück gehört Ihnen schon bald ein #daheimunterwegs-Beutel mit Überraschungsinhalt.

    Die Teilnahme ist bis 17.09.2020, 23:59 Uhr möglich. Viel Glück! Teilnnahmebedingungen finden Sie unter hier.

    Pendeln in Corona-Zeiten: Für Alexandra hat sich nicht viel verändert

    Alexandra Z. pendelt seit Jahren von Ihrem Wohnort Obertraubling zu ihrem Arbeitsplatz in Regensburg. Auch während der letzten Monate ist sie jeden Tag mit dem Zug gefahren. Ein ungutes Gefühl den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, hatte die Pendlerin aber nur ganz am Anfang.

     

    Morgens in vier Minuten zu Fuß von der Haustür zum Zug, dann sieben Minuten Fahrzeit und weiter fünf Minuten bis zum Arbeitsplatz in einer Versicherung. Der Arbeitsweg von Alexandra Z. ist eng getaktet. Seit Corona kommt noch das Aufsetzen der Maske und die Abstandwahrung dazu. „Ich habe kein Homeoffice gemacht, sondern war ganz normal im Büro. Anfangs hatte ich schon etwas Bedenken, wie das alles so funktionieren kann“, sagt sie. Mittlerweile sind Maske, Abstand und Händewaschen aber als feste Bestandteile in ihren Alltag integriert. Sorgen macht sie sich deshalb nicht mehr. „Ich gehe mit Bedacht an die Sache ran, versuche Gedränge zu vermeiden und den Abstand einzuhalten.“

     

    Weil auch die anderen Fahrgäste achtsam miteinander umgehen, hat Alexandra in der aktuellen Situation positive Erfahrungen gemacht: „Es ist weniger hektisch geworden, die Mitfahrer sind meistens höflich und hilfsbereit.“

     

    Auch in Zukunft will Alexandra mit dem Zug pendeln. „Es ist einfach stressfreier. Die lästige Parkplatzsuche entfällt, es ist günstiger und schneller und im Winter bin ich nicht auf rutschigen Straßen unterwegs“, zählt sie die Pluspunkte auf. Natürlich sei das Maskentragen noch nicht komplett zur Routine geworden, aber die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr findet sie richtig. „Das ist auf Dauer schon etwas unbequem. Doch solange das Tragen der Maske vorgeschrieben ist und zu mehr Sicherheit führt, nehme ich das gerne in Kauf. Gerade, wenn mal der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.“

    Bild: Alexandra Z. pendelt mit dem Zug zur Arbeit. Es ist stressfreier, sagt sie und ein ungutes Gefühl den ÖPNV zu nutzen habe sie nicht. Quelle: agilis.

    Café Bruno in Tapfheim: „Mit den Fahrgästen sind auch die Café-Gäste zurückgekehrt“

    Wenn Rita Failer um 9 Uhr morgens das Café Bruno am Bahnhof Tapfheim aufschließt, macht die Inhaberin das mit einem Lächeln im Gesicht. Schon seit mehreren Wochen rollen aus Ulm und Ingolstadt im Stundentakt wieder agilis-Züge auf den Gleisen ein. Seitdem läuft es auch bei ihr im Lokal wieder rund.

     

    Rita Failer kann sich noch gut erinnern: Am 27. Mai 2020 hat sie das Café Bruno das erste Mal seit dem Lockdown wieder geöffnet. „In den ersten beiden Wochen lief der Betrieb eher schleppend an“, erinnert sich die Inhaberin, die den alten Gründerzeit-Bahnhof mitten im Landkreis Donau-Ries vor knapp drei Jahren in Eigenregie saniert hat. Doch danach ging es Tag für Tag bergauf: „Mittlerweile bewegen wir uns in großen Schritten in Richtung Normalität“, freut sich die Inhaberin. An guten Tagen kommen fast so viele Gäste ins Café wie vorher.

     

    Treue Stammgäste

    Weil sie ihre integrierte Schmuckwerkstatt ins erste Obergeschoss verlagert hat, passen trotz 1,5 Meter Abstand bis zu 40 Sitzplätze in den Gastraum mit den liebevoll freigelegten Backsteinwänden. Aber am liebsten tummeln sich Gäste derzeit draußen auf unserer großen Sonnenterrasse, erzählt Failer. Viele davon seien Stammgäste aus dem näheren Umkreis. „Sie waren die Ersten, die sich auch für unsere Veranstaltungen wieder angemeldet haben“, erklärt Failer. Ein Gin-Tasting und eine Kunstausstellung hat sie im Juni schon über die Bühne gebracht. Beides sei gut besucht gewesen.

    Bild: Rita Failer ist die Inhaberin des Café Bruno in Tapfheim. Quelle: Rita Failer

    Vom Zug ins Café

    Auch Pendler und Reisende kehren jetzt wieder oft in das Café im Bahnhof Tapfheim ein. Manchmal steigen Fahrgäste sogar spontan aus dem Zug, weil das altehrwürdige Gebäude mit seinen grün-weißen Rundbogenfenstern so einladend aussieht, erzählt die Inhaberin. Erst kürzlich hätten ihr zwei junge Männer erklärt, wie glücklich sei darüber seien, dass man im Café so gemütlich die Wartezeit zwischen zwei Zügen überbrücken könne.

     

    Maske aufsetzen ist Routine

    „Als wir im Mai erfuhren, dass agilis den regulären Betrieb wieder aufnimmt, waren wir total glücklich darüber“, so Failer. Mit den Fahrgästen seien auch die meisten Café-Gäste zurückgekehrt. Ihre anfängliche Unsicherheit, welche Corona-Regeln in der Gastronomie gelten, haben die meisten längst abgelegt: Die Stimmung im Café sei sehr entspannt. Die Menschen genießen die hausgemachten Leckereien aus dem Bistro, unterhalten sich und setzen ganz routiniert die Maske auf, wenn sie sich mal vom Tisch wegbewegen.

    Bild: Die integrierte Schmuckwerkstatt wurde derzeit ins erste Obergeschoss verlagert. Quelle: Rita Failer

    Viel Augenkontakt mit den Gästen

    Abstandhalten, Hände desinfizieren – man könnte manchmal meinen, es sei nie anders gewesen, so sehr seien die Sicherheitsmaßnahmen den Gästen inzwischen ins Blut übergegangen, so Failer. Sogar das Bedienen mit Maske funktioniere besser als erwartet. „Wir versuchen, mit den Gästen viel Augenkontakt zu halten und müssen natürlich etwas lauter und deutlicher sprechen. Aber es klappt“, sagt Failer. Und von den Kunden gibt es jede Menge positives Feedback: Das gebe dem 30-köpfigen Team ganz viel Mut und Kraft, so weiterzumachen wie bisher.

     

    Karibische Nacht im Juli

    Zwischen dem Café Bruno und seinen Gästen soll trotz Corona keine Distanz aufgekommen, sagt die Chefin. Dass es dazu sicherlich nicht kommen wird, liegt bei der passionierten Geschäftsgründerin auf der Hand: Ihr letztes Projekt – die Sanierung des alten Bahnhofs – wurde jüngst mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet. Als Nächstes will Rita Failer eine Karibische Nacht auf die Beine stellen. Ende Juli soll sie stattfinden.

    Bild: Die Stimmung im Café ist sehr entspannt. Die Menschen genießen die hausgemachten Leckereien aus dem Bistro, unterhalten sich und setzen ganz routiniert die Maske auf, wenn sie sich mal vom Tisch wegbewegen. Quelle: Rita Failer

    Café Bruno

    Bahnhofstraße 3

    86660 Tapfheim

     

     

     

    Mit agilis stündlich aus Richtung Ingolstadt oder Ulm nach Tapfheim. Das Café befindet sich direkt im Bahnhofsgebäude.

     

     

     

     

    Bayern-Hopper € 13,60 Euro

    Infos unter www.agilis.de/fahrkarten/tickets

     

     

     

     

    Öffnungszeiten Café: Mi & Do 8.30 – 18 Uhr, Fr & Sa 8.30 – 22 Uhr, So & Feiertag 9 – 18 Uhr

    Schmuckwerkstatt: Mi, Do & Fr 9 – 18 Uhr

    www.cafebruno.de

    www.failer-schmuck.de

    Telefon: 09070/9609720

    Blick hinter die Kulissen: Im Zug unterwegs mit Servicekraft Bettina Wiechmann

    Es ist 17.57 Uhr, als Bettina Wiechmann in den agilis-Zug von Regensburg nach Neumarkt steigt. Wir haben die langjährige Servicekraft auf ihrer Fahrt begleitet und einen interessanten Einblick in die momentane Stimmung im Zug erhalten.

    In den grün-grauen agilis-Sitzen haben es sich um diese Uhrzeit mehrere Schüler bequem gemacht. Sie sind gerade voll und ganz in ein Video auf ihrem Smartphone vertieft und lachen immer wieder. Die Mund-Nase-Bedeckung scheint sie nicht weiter zu stören. Fröhlich schaut Bettina Wiechmann, die jetzt schon seit dreieinhalb Jahren bei agilis arbeitet, zu ihnen hinüber. Einen Teil der Gruppe kennt sie schon seit Längerem: „Jetzt, wo die Schulen alle geöffnet haben und viele Pendler aus dem Homeoffice zurück sind, begegnen mir wieder viele bekannte Gesichter im Zug“, erzählt die Servicekraft. Dadurch fühle es sich so an, als sei nach all den turbulenten Wochen ein großes Stück Normalität in den Zugalltag zurückgekehrt.

    Neue Verhaltensregeln im Zug

    „Am Anfang habe ich mich mit den neuen Verhaltensregeln im Zug etwas schwergetan“, gibt Frau Wiechmann zu. Das regelmäßige Desinfizieren der Hände, das Abstandhalten und auch die Maske während der Schicht zu tragen – daran habe sie sich erst gewöhnen müssen. „Jetzt im Sommer schwitzt man ganz schön darunter, aber es geht ja auch den Fahrgästen nicht anders.“ Deshalb bekomme sie derzeit viel Verständnis entgegengebracht, zum Beispiel wenn die Maske im Gespräch mit Fahrgästen mal wieder einen Teil ihrer Antwort „geschluckt“ habe.

    Bild: Bettina Wiechmann ist Servicekraft im agilis Netz Mitte. Sie sagt, nach all den turbulenten Wochen ist ein großes Stück Normalität in den Zugalltag zurückgekehrt. Quelle: agilis.

    Bild: Angst, sich im Zug anzustecken, hat die Servicekraft nicht. „Durch die Masken fühle ich mich gut geschützt.“ Quelle: agilis

    Gut geschützt

    Angst, sich im Zug anzustecken, hat die Neumarkterin nicht. „Durch die Masken fühle ich mich gut geschützt.“ Im gesamten Service-Team habe es noch keinen einzigen Infektionsfall gegeben, „obwohl wir seit Beginn der Pandemie täglich unterwegs sind“. Was die Servicekraft außerdem beruhigt, ist der hohe Reinigungsstandard bei agilis. Die Züge werden beim bayerischen Qualitätssieger jeden Tag gründlich hygienisch gereinigt. „Sogar während des laufenden Betriebes“, betont Wiechmann.

    Ausflugsgruppen fehlen

    Aufmerksam läuft sie durch die Sitzreihen im Zug und bittet die Fahrgäste um ihren Fahrschein. Dabei geht es buchstäblich sehr ruhig zu. Die meisten lesen oder schauen entspannt aus dem Fenster. Nur eine Runde Frauen plaudert lautstark miteinander. Sie erzählen ausgelassen von ihrer Shoppingtour durch Regensburg. „Normalerweise sind im Sommer auch größere Reisegruppen oder mal ein Junggesellenabschied an Bord“, berichtet Wiechmann. Das habe immer für gute Unterhaltung im Zug gesorgt und fehle jetzt schon ein wenig. „Aber die neue Ruhe scheint vielen Fahrgästen auch zu gefallen“, vermutet sie, „gerade jetzt im Feierabendverkehr.“

    Um 18:35 Uhr fährt der Zug am Bahnhof in Seubersdorf ein. Auf dem Bahnsteig hilft Wiechmann einer Frau im Rollstuhl über eine Rampe in den Zug einzusteigen. Nur wenige Minuten später setzt sich der elektrische Triebwagen wieder in Richtung Neumarkt in Bewegung. Gut gelaunt zieht Frau Wiechmann an den Bändern ihrer Maske und rückt sie damit zurecht: „Das ist die letzte Tour für heute. Danach ist Feierabend.“